Nachrichten
Hauptzollamt Karlsruhe: Bauunternehmer nach Betrug in U-Haft

Nachrichten Hauptzollamt Karlsruhe: Bauunternehmer nach Betrug in U-Haft

Quelle: Sina Schuldt/dpa/Symbolbild
dpa

Gegen einen Bauunternehmer wird ermittelt, weil er seine Angestellten nicht richtig gemeldet haben soll. Jahre später stellt sich heraus: Er soll es wieder getan haben. Das hat nun Konsequenzen.

Ein Bauunternehmer im Rhein-Neckar-Kreis soll in zwei unterschiedlichen Zeiträumen Sozialversicherungsbeiträge für seine Angestellten nicht ordnungsgemäß gezahlt und falsche Angaben zu ihren Löhnen gemacht haben. Deswegen kam er nun in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Heidelberg und das Hauptzollamt Karlsruhe mitteilten.

Der 65 Jahre alte Mann habe seine Arbeitnehmer von 2020 bis Ende 2023 gar nicht oder nicht richtig gemeldet, sagte eine Zollsprecherin. Schon einmal – für den Zeitraum von 2016 bis 2021 – sei deshalb gegen ihn ermittelt worden.

«Wegen bestehender Wiederholungsgefahr», wie es in der gemeinsamen Mitteilung von Zoll und Staatsanwaltschaft heißt, wurde gegen den Unternehmer ein Haftbefehl erlassen. Am Dienstagvormittag nahmen ihn Einsatzkräfte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls fest. Er wurde einer Ermittlungsrichterin vorgeführt und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Hätte der Unternehmer seine Arbeiter ordnungsgemäß gemeldet, wären Sozialversicherungsbeiträge fällig gewesen, erklärte die Zoll-Sprecherin. Außerdem habe der Mann gegenüber der Urlaubs- und Lohnausgleichskasse (ULAK) der Bauwirtschaft mehrfach falsche Angaben zu den von ihm gezahlten Löhnen gemacht.

Zwischen 2020 bis Ende 2023 habe er rund 98.600 Euro Sozialversicherungsbeiträge nicht gezahlt und rund 71.600 Euro nicht an die ULAK abgeführt. 2016 bis 2021 habe er einen Schaden von rund 219.000 Euro verursacht.

 

Weitere Nachrichten

Azubis kämpfen laut Umfrage mit Druck und Geldsorgen

Leistungsdruck, Geldsorgen und private Belastungen: Eine DGB-Umfrage zeigt, womit viele Auszubildende in Baden-Württemberg kämpfen.

Karlsruhe mit dabei! Diese drei Städte fahren bei E-Bussen voraus

In vielen Städten dominieren Dieselbusse, doch manche Kommunen gehen einen anderen Weg. Die Spitzenreiter bei einer Auswertung kommen allesamt aus Baden-Württemberg - und haben klare Ziele für 2030.

Ausbildungsfinanzierung: Mehr als 60.000 Bafög-Empfänger – Zahl auf Tiefstand

2025 erhielten so wenige Menschen Bafög wie seit 25 Jahren nicht mehr. Gleichzeitig soll die monatliche Förderung für Studierende und Schüler ansteigen.

Cold Case: 41 Jahre ungelöst - 70-Jähriger wegen Mordes nun vor Gericht

1985 wird die nackte Leiche einer Frau gefunden. Jetzt muss ein 70-Jähriger wegen Mordes vor Gericht. Was er zu den Vorwürfen sagt.

Wurde er angefahren? Identifikation von totem Wolf am Schluchsee abgeschlossen

Nach dem Fund eines verletzten Wolfsrüden am Schluchsee steht fest: Es handelt sich um das dort ansässige Tier. Was mit ihm passiert ist - und was das für die Wolfspopulation im Südwesten bedeutet.

Pilotprojekt: Fast tausend Übergriffe – Bahn setzt auf Bodycams mit Ton

Beschimpft, bespuckt, geschlagen: Beschäftigte im Zug erleben immer wieder Übergriffe. Können Tonaufzeichnungen helfen, Konflikte zu entschärfen und Straftaten besser aufzuklären?



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.