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Historischer Tiefststand: Niedrigwasser am Bodensee erreicht Rekordwert

News Historischer Tiefststand: Niedrigwasser am Bodensee erreicht Rekordwert

Quelle: Oliver Hanser/dpa
dpa

Der Bodensee erreicht einen Rekordwert – allerdings weniger einen Höchstwert zum Feiern. Denn der Wasserstand ist so niedrig wie nie zuvor an diesem Tag im Jahr. Warum das so ist.

Das Wasser im Bodensee steht derzeit so niedrig wie nie zuvor an einem solchen Tag im Jahr. Nach den Daten der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) stand der Pegel in Konstanz am frühen Nachmittag bei 3,32 Metern (Stand: 13.00 Uhr), das ist ein historischer Tiefststand. Der langjährige Mittelwert liege mit 4,32 Metern einen ganzen Meter über der aktuellen Marke.

Auch im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein erheblicher Rückgang: Am gleichen Tag vor einem Jahr lag der Pegel bei knapp 3,55 Metern. Der historische Höchststand für den 24. Juni liegt sogar bei 5,63 Metern – weit mehr als zwei Meter über dem aktuellen Wert.

 

Eigentlich müsste der Wasserstand steigen

In normalen Jahren steigt der Wasserstand im größten deutschen See ab Anfang April langsam und stetig. Während er aber im Juni normalerweise stärker steigt, hat der Bodensee zuletzt sogar Wasser verloren.

«Sollte kein Niederschlag fallen, könnte der Pegel in den nächsten Tagen leicht sinken, möglicherweise unter 330 Zentimeter», teilte die LUBW mit. Das stelle aber weiterhin keine kritische Situation dar: «Wichtig ist, dass Bootsfahrer bei niedrigeren Wasserständen aufmerksam bleiben, insbesondere in flacheren Bereichen.» Auf die Schifffahrt am Bodensee und Rhein hat der niedrige Pegel derzeit keine Auswirkungen.

 

Es fehlen Regen und Schneeschmelze

Normalerweise steigen die Pegel im Frühjahr und Sommer durch Regen und schmelzenden Schnee. Dieser Effekt bleibt im laufenden Jahr aber bislang schwach. Denn im Einzugsgebiet des Alpenrheins hat es im Winter erheblich weniger geschneit als sonst.

Außerdem habe es in den vergangenen Monaten weniger geregnet als üblich. Damit der Wasserstand im Bodensee steigt und wieder gewohnte Werte erreicht, muss es nach Einschätzung der LUBW neben der Schneeschmelze auch anhaltend und flächendeckend im Einzugsgebiet des Bodensees regnen.

 

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