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Hochgeschwindigkeitskorridor nach Paris: Städte machen Druck

News Hochgeschwindigkeitskorridor nach Paris: Städte machen Druck

Quelle: Michael Evers/dpa
dpa

Mannheim, Kaiserslautern, Saarbrücken und Ludwigshafen wollen beim deutsch-französischen Verkehrsprojekt mehr Tempo. Deutschland müsse seine Streckenengpässe beseitigen.

In der Diskussion über den Hochgeschwindigkeitskorridor nach Paris bis 2040 fordern vier Oberbürgermeister aus dem Südwesten mehr Tempo. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) solle sich dafür einsetzen, dass die Planungen zum Ausbau der Trasse für das zentrale deutsch-französische Infrastrukturprojekt endlich beginnen, teilten Christian Specht (Mannheim), Beate Kimmel (Kaiserslautern), Uwe Conradt (Saarbrücken) und Klaus Blettner (Ludwigshafen) mit. Deutschland müsse die Streckenengpässe beseitigen.

«Deutschland und Frankreich sind das wirtschaftliche und politische Herz Europas», betonte Conradt (CDU). «Dazu gehören leistungsfähige Verbindungen.» Kimmel (SPD) unterstrich, dass zwischen Kaiserslautern und Mannheim «einer der entscheidenden Engpässe dieser europäischen Verbindung» liege. «Wir fordern, dass endlich untersucht wird, wie dieser Engpass dauerhaft überwunden werden kann.»

Zentraler Knoten im europäischen Schienennetz

Ein Schwerpunkt liege auf dem Ausbau der Bahnknoten. «Mannheim ist einer der zentralen Knoten im deutschen und europäischen Schienennetz», erklärte Specht (CDU). «Ein leistungsfähiger westlicher Zulauf aus Richtung Paris, Saarbrücken und Kaiserslautern stärkt deshalb nicht nur unsere drei Städte, sondern das gesamte Netz. Mehr Kapazität und zuverlässigere Verbindungen schaffen zusätzliche Spielräume für Fern-, Regional- und Güterverkehr.»

Die Verbindung sei für die Region von großer Bedeutung, sagte Blettner (CDU). «Eine schnelle, zuverlässige Schienenverbindung nach Paris stärkt ganz konkret unseren Wirtschaftsstandort.»

Mit Blick auf die geplante Sanierung der Strecke zwischen Forbach und Ludwigshafen forderten die Oberbürgermeister eine frühzeitige Abstimmung mit den betroffenen Kommunen. Sie appellierten an die Deutsche Bahn, durch Teilstreckensperrungen die Erreichbarkeit der Städte aufrechtzuerhalten – und so eine wirtschaftlich tragfähige Lösung zu finden.

 

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