News aus Baden-Württemberg
Hürden vor dem Hörsaal: viele Zulassungsbeschränkungen

News aus Baden-Württemberg Hürden vor dem Hörsaal: viele Zulassungsbeschränkungen

Quelle: Peter Kneffel/dpa/Symbolbild
dpa

Schulabgänger mit Studienwunsch müssen sich weiter auf mögliche Zulassungsbeschränkungen einstellen: Viele Fächer haben einen Numerus clausus, weil es an Studienplätzen mangelt. In Baden-Württemberg hat sich die Lage entspannt, es sind aber noch viele Hürden gesetzt.

Nach wie vor ist mehr als die Hälfte aller Studiengänge in Baden-Württemberg zulassungsbeschränkt, es wird dort also nur eine begrenzte Anzahl an Studienplätzen vergeben. Im kommenden Wintersemester 2023/24 haben zwar etwas weniger Studiengänge einen Numerus clausus (NC) als noch im Vorjahr, der Anteil liegt aber deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Das hat eine Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh ergeben.

Landesweit sind 55,4 Prozent der Studienangebote im Südwesten zulassungsbeschränkt (2022/23: 55,8), bundesweit liegt der Durchschnitt bei lediglich 37,9 Prozent. «Das Land hat die dritthöchste NC-Quote aller Bundesländer, hinter Hamburg und Berlin», heißt es im NC-Check des CHE. Besonders hoch sei die Quote in den Rechts-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Sozialwissenschaften (60 Prozent), besonders niedrig (26,5) in den Sprach- und Kulturwissenschaften.

Der Anteil zulassungsbeschränkter Studienangebote unter den Städten des Landes mit mehr als 16.000 Studierenden ist in Karlsruhe und Konstanz am höchsten. In Karlsruhe sind sowohl an Universitäten als auch Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Fachhochschulen sowie im Bachelor und im Master mindestens die Hälfte der Studienangebote zulassungsbeschränkt. Die niedrigste NC-Quote findet sich laut Studie in Stuttgart mit 29 Prozent.

Auch beliebte Städte wie Hamburg und Berlin haben deutlich höhere Hürden bei der Zulassung, warnen die Autoren des NC-Checks. So haben Hamburg und Berlin mit 62,8 und 61,2 die höchsten NC-Quoten im Ländervergleich, Karlsruhe liegt auf dem dritten Platz. Der Trend zeigt generell aber nach unten. Grund laut den Autoren: Während die Zahl der Studienangebote in den vergangenen Jahren stieg, gibt es weniger Studienanfänger.

Bei zulassungsfreien Angeboten reicht für das Einschreiben Abitur, Bachelorabschluss oder andere Voraussetzungen wie ein Praktikum. Gibt es eine Zulassungsbeschränkung mit einem NC, dann hat die Uni eine Höchstzahl von Studierenden festgelegt. Hier ist dann eine Bewerbung um einen Platz nötig. Ausgewählt wird anhand von Noten, Testergebnissen oder Berufserfahrung.

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) ist eine gemeinsame Tochter der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz der Bundesländer.

 

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