Nachrichten
Hunderte Handys in Gefängnisse in Baden-Württemberg geschmuggelt

Nachrichten Hunderte Handys in Gefängnisse in Baden-Württemberg geschmuggelt

Quelle: Oliver Berg/dpa
dpa

Gefangene dürfen in der Haft keine Handys benutzen – immer wieder werden jedoch Geräte ins Gefängnis geschmuggelt. Wie das geht und mit welchen Maßnahmen es verhindert werden soll.

Im vergangenen Jahr hat die Polizei 311 ins Gefängnis geschmuggelte Handys in Baden-Württemberg sichergestellt. Mit 134 seien die meisten Geräte bei Kontrollmaßnahmen in Arbeits- und Freizeiträumlichkeiten, mit Hilfe von sogenannten Mobilfunkdetektoren sowie durch «die besondere Aufmerksamkeit von Bediensteten» gefunden worden, teilte das Justizministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

117 Geräte seien den Gefangenen mutmaßlich von Menschen außerhalb der jeweiligen Haftanstalt über die Gefängnismauer geworfen worden.
Das heißt, dass das Gerät in unmittelbarer Nähe zur Außensicherung sichergestellt wurde oder die Art der Verpackung diesem Vorgehen zugeordnet wird, wie es hieß.

45 der Geräte wurden bei Kontrollen in den Hafträumen sichergestellt, 13 bei Personenkontrollen und zwei Geräte bei dem Besuch einer externen Person. In den vergangenen Jahren seien auch in Briefen oder Paketen an die Gefangenen Handys gefunden worden. Den Angaben zufolge lag die Anzahl der sichergestellten Geräte in den vergangenen Jahren mit Schwankungen jeweils zwischen rund 450 und 270 Geräten.

Als Mobiltelefone gelten den Angaben zufolge sämtliche mobilen Kommunikationsgeräte, das heißt Smartphones, Smartwatches und auch mobile Telefone ohne Internet wie etwa sogenannte Minihandys. Auf einem Instagram-Video des Ministeriums ist zu sehen, wie solche «Minihandys» aussehen – sie sind zum Teil kaum größer als ein Finger, können aber trotzdem zum SMS schreiben oder Telefonieren verwendet werden, und könnten aufgrund ihrer Größe sogar im Körper transportiert werden.

«Eingeschmuggelte Handys gefährden die Sicherheit im Gefängnis, weil Häftlinge damit Zeugen beeinflussen, Fluchtpläne schmieden oder Kontakte ins kriminelle Milieu halten können», sagte Justizminister Moritz Oppelt (CDU). Um das zu verhindern, nutzten die Justizvollzugsanstalten bereits effektive Maßnahmen wie Kameraüberwachung oder Handyspürhunde.

 

Weitere Nachrichten

Raupeninvasion in der Schweiz: 50 Hektar kahlgefressen - Ausbreitung nach Norden?

Die Einpunkt-Graseulen sterben zwar bei kühleren Temperaturen ab, doch sorgen sich die Behörden schon um das nächste Jahr - und fürchten eine Ausbreitung nach Norden.

Autos, Motorräder, Uhren: So kann man bei der Justizauktion in Stuttgart mitbieten

Bei bestimmten Straftaten zieht die Justiz auch Gegenstände ein. Einige besondere Stücke kommen nun bald in Stuttgart unter den Hammer. Mitbieten kann grundsätzlich jeder. Das muss man wissen.

Statistisches Landesamt: Industrie in Baden-Württemberg hat 44.300 Jobs verloren

Die Flaute bei Autoherstellern und im Maschinenbau trifft den Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg spürbar. Welche Branchen besonders viele Stellen abbauen.

West-Nil-Virus in Baden-Württemberg: Das muss man jetzt wissen

Die Behörden haben zwei Menschen aus dem Südwesten registriert, die sich lokal mit dem West-Nil-Virus infiziert haben sollen. Wie das Ministerium die Lage einschätzt und sich Menschen schützen können.

Laut Versicherungen: Sturm- und Hagelschäden kosten im Land besonders viel

Sturm- und Hagelschäden schlagen in Baden-Württemberg pro Fall deutlich stärker zu Buche als andernorts. Die Versicherer müssen sich auf den Klimawandel einstellen.

Zehn Jahre nach der BASF-Katastrophe: Was sich verändert hat

Eine falsche Leitung, ein Funke, eine Kettenreaktion: Das Unglück von 2016 kostete fünf Menschen das Leben. Heute setzt der Konzern auf zusätzliche Barrieren gegen menschliche Fehler.

 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 

Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.