News
Insolvenzverfahren bei Bruchsaler Flugtaxi-Firma Volocopter eröffnet

News Insolvenzverfahren bei Bruchsaler Flugtaxi-Firma Volocopter eröffnet

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Der Flugtaxi-Hersteller braucht dringend Geld, ansonsten droht das Aus. Eigentlich sollten die Gespräche abgeschlossen sein, doch ein Ergebnis ist noch nicht bekannt. Nun folgt der nächste Schritt.

Im Fall des angeschlagenen Flugtaxi-Herstellers Volocopter hat das Amtsgericht Karlsruhe das Insolvenzverfahren eröffnet. Das teilte eine Gerichtssprecherin mit. «Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfolgt unabhängig von einer potenziellen Fortführungslösung für das Unternehmen und den Geschäftsbetrieb der Volocopter GmbH, sondern folgt verfahrenstechnisch immer auf das Insolvenzantragsverfahren», sagte eine Sprecherin des Unternehmens im badischen Bruchsal.

Die senkrecht startenden und landenden vollelektrischen Fluggeräte mit markantem Ring samt Rotoren auf dem Dach sollten den Verkehr gerade in dicht besiedelten Metropolen ergänzen. Doch für den Passagierbetrieb fehlt bisher eine Musterzulassung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit.

Ergebnis der Gespräche noch offen

Volocopter mit damals 500 Mitarbeitern hatte am zweiten Weihnachtstag einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Tobias Wahl von Anchor Rechtsanwälte wollte eigentlich bis Ende Februar ein Sanierungskonzept entwickeln und mit Investoren umsetzen. Bislang ist unklar, ob er einen Geldgeber oder Käufer finden konnte.

Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird Wahl den Angaben nach die Gläubiger des Unternehmens anschreiben und über die Möglichkeit informieren, Forderungen anzumelden. Er könne auch über das zur Insolvenzmasse gehörende Vermögen verfügen und somit eine mögliche Fortführungslösung für die Volocopter GmbH im Rahmen einer übertragenden Sanierung umsetzen.

 

Weitere Nachrichten

Nach zweiter Verhandlungsrunde: Warnstreiks in Metall- und Elektroindustrie rücken näher

In der zweiten Verhandlungsrunde legt die Arbeitgeberseite ein Angebot vor. Doch dieses weisen die Arbeitnehmer als unzureichend zurück. Damit dürfte es bald Warnstreiks in Baden-Württemberg geben.

Gruselhaus: Für diese Familie ist Halloween wichtiger als Weihnachten

Für viele gehört Weihnachten zum Höhepunkt des Jahres - für Kim und Wolfram König ist es Halloween. Monate investieren sie in ihr Gruselhaus. Dieses Jahr entführen sie Besucher nach Mexiko.

Krankheit Alzheimer wurde vor 120 Jahren entdeckt: Zahl der Betroffenen steigt

Die Zahl von Menschen mit Demenz nimmt zu - die meisten davon haben Alzheimer. Angehörige von Betroffenen übernehmen den größten Teil ihrer Pflege - und bräuchten selbst mehr Hilfen.

Atommüll-Endlager: Zwei Südwest-Gebiete nicht mehr im Rennen

Die Suche nach einem Atommüll-Endlager geht in die nächste Runde: Die Auswahl der als geeignet bewerteten Gebiete wurde weiter eingegrenzt. Wo liegen die Schwerpunkte in Baden-Württemberg?

Geld Münzen

336 Millionen Euro mehr Steuern - aber trotzdem Lücke im Landeshaushalt

336 Millionen Euro mehr Steuern als erwartet – und trotzdem fehlt Baden-Württemberg Geld im Haushalt 2027. Warum der erwartete Aufschwung den Spielraum der Landesregierung zugleich schrumpfen lässt.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.