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Internationaler Hebammentag: Wieder mehr Geburten per Kaiserschnitt in Baden-Württemberg

News Internationaler Hebammentag: Wieder mehr Geburten per Kaiserschnitt in Baden-Württemberg

Quelle: Fabian Strauch
dpa

Im Südwesten kommt inzwischen fast jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt. Aber die regionalen Unterschiede sind groß.

In Baden-Württemberg wurden zuletzt so viele Babys per Kaiserschnitt entbunden wie seit 2010 nicht mehr. 2024 lag der Anteil der Kaiserschnittgeburten im Land laut Statistischem Bundesamt bei 32,1 Prozent. Der Südwesten liegt damit leicht unter dem Bundesdurchschnitt.

Im Langzeitvergleich zeigt sich ein klarer Anstieg: 1991 lag die Quote im Südwesten bei 14,6 Prozent, 2010 bei gut einem Drittel – und damit sogar über dem Bundesdurchschnitt (31,9 Prozent). Danach sank sie in Baden-Württemberg bis 2019. Bundesweit lag die Quote der Kaiserschnittgeburten 2024 bei 33,0 Prozent – so hoch wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr, wie die Statistiker mitteilten.

Meiste Kaiserschnitte in Hamburg

Bundesweit gab es deutliche Unterschiede: Am höchsten war der Anteil der Entbindungen per Kaiserschnitt in Hamburg (36,4 Prozent), am niedrigsten in Sachsen (27,4 Prozent).

Eindeutige Ursachen gibt es nicht. Daten der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2022 zeigen jedoch seit der Corona-Pandemie einen Anstieg, unter anderem wegen größerer Unsicherheit und dem Wunsch nach planbaren Geburten.

Hebammen meist fest angestellt

Neben dem Kaiserschnitt kommen andere Methoden der Geburtshilfe deutlich seltener zum Einsatz: 2024 wurden Saugglocken bundesweit bei knapp sieben Prozent der Geburten eingesetzt, Zangen bei 0,2 Prozent, wie das Amt anlässlich des Internationalen Hebammentags am 5. Mai mitteilte.

Rund 60 Prozent der Frauen entbanden im Krankenhaus auf natürlichem Weg. Unterstützt wurden sie dabei von Hebammen und Entbindungspflegern: 2024 arbeiteten rund 12.900 in deutschen Kliniken, die meisten (89 Prozent) fest angestellt.

 

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