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Regenwasser und Tierfutter – ZG Raiffeisen 2026 optimistisch

News Regenwasser und Tierfutter – ZG Raiffeisen 2026 optimistisch

Quelle: Uli Deck/dpa
dpa

Trotz sinkender Umsätze und Sparmaßnahmen bei Landwirten erwartet der Agrarhändler in diesem Jahr einen deutlich höheren Jahresüberschuss als 2025. Auf welche Themen die Gruppe dabei vor allem setzt.

Die Folgen der wirtschaftlichen Lage, nicht zuletzt durch den Krieg im Nahen Osten, zeigen sich beim Agrar-Handelskonzern ZG Raiffeisen im Großen wie im Kleinen: Viele Landwirte sparen aktuell, sodass im ersten Quartal 2026 knapp 3 Prozent weniger Tiernahrung produziert worden seien als im Vorjahreszeitraum, sagte Vorstand Holger Löbbert in Karlsruhe.

Sein Kollege Lukas Roßhart verwies auf den Heimtierbereich, wo es zwar bei Futter für Hunde und Katzen im vergangenen Jahr ein Plus gegeben habe, bei Fütter für Wildvögel hingegen nicht. «Da spüren wir Verschiebungen, wo man am ehesten mal spart.» Auch das Gartengeschäft sei leicht im Minus gewesen.

Positive Prognose nach Rückgängen 2025

Trotzdem erwartet die Gruppe 2026 Zuwächse beim Ergebnis. Der Jahresüberschuss soll sich laut Löbbert auf etwa 5,7 Millionen Euro belaufen. Das wäre fast viermal so viel wie im vergangenen Jahr, als unterm Strich 1,5 Millionen Euro standen (minus 0,2 Millionen). Der Umsatz sank den Angaben nach binnen eines Jahres um 1,4 Prozent auf rund 1,35 Milliarden Euro.

Zum einen hat die Gruppe, die in Baden, Rheinland-Pfalz und dem Elsass von Traktoren und Melkrobotern über regionale Lebensmittel bis hin zu Tankstellen ein breites Angebot hat, unter anderem fünf nicht ausreichend wirtschaftliche Märkte geschlossen. Zum anderen setzt sie auf zukunftsträchtige Themen wie energetische Sanierung, Regenwasser-Management und Photovoltaik. Außerdem hoffen die Vorstände, dass die Baukonjunktur wieder anziehe.

Keine Lieferengpässe durch Iran-Krieg

Gerade Dünger und Diesel hätten sich infolge des Nahost-Konfliktes deutlich erhöht, sagte Löbbert. Lieferengpässe gebe es aber absehbar nicht. Die Vermarktungspreise etwa für Getreide und Ölsaaten wie Raps hätten hingegen nur moderat angezogen. Sowohl die Landwirte als auch Handelsunternehmen wie ZG Raiffeisen stünden daher unter massivem Kostendruck, erklärte er.

Gefragt sei das Angebot an Werkstätten und Ersatzteilen. Dies verringere die Abhängigkeit vom konjunkturbedingt schwankenden Neumaschinengeschäft, sagte der Vorstand. Die rund 2.000 Mitarbeiter der Genossenschaft betreiben den Angaben zufolge knapp 50 Technik-Werkstätten, 65 Raiffeisen-Märkte sowie fast 100 Niederlassungen für Baustoff-, Energie- und Agrar-Kunden.

 

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