News aus Baden-Württemberg
iPhone und iPads: Bundesverwaltung kauft für 770 Millionen bei Apple ein

News aus Baden-Württemberg iPhone und iPads: Bundesverwaltung kauft für 770 Millionen bei Apple ein

Quelle: Jonathan Brady/PA Wire/dpa
dpa

Smartphones und Tablet-Computer sind auch in der Verwaltung als Dienstgeräte weit verbreitet. Nun haben der iPhone-Hersteller Apple und ein IT-Systemhaus aus Baden-Württemberg das große Los gezogen.

Die Bundesverwaltung schafft im großen Stil Smartphones und Tablet-Computer von Apple an. Das Beschaffungsamt des Bundesinnenministeriums und das IT-Systemhaus Bechtle AG haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 300.000 Apple-Endgeräten für die gesamte deutsche Bundesverwaltung geschlossen, teilte das Unternehmen in Neckarsulm mit. Damit laufen sämtliche Bestellungen von iPhones und iPads für Beschäftigte der Bundesverwaltung exklusiv über Bechtle. Der Rahmenvertrag hat einen Umfang von bis zu 770 Millionen Euro und läuft bis Ende 2027.

Der Beschaffungsdeal baut auf der technischen Plattform iNDIGO für das Management von mobilen Geräten aus. iNDIGO steht für «iOS Native Devices in Government Operation» (Geräte mit dem Apple-System iOS im Behördeneinsatz). Die Plattform biete «eine umfassende Kombination aus integrierten Sicherheitsfunktionen, regelmäßigen Updates, hardwarebasierter Verschlüsselung und strengen Datenschutzrichtlinien», erklärte Bechtle. Sie wurde vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für den sicheren Austausch vertraulicher Inhalte freigegeben, die als Verschlusssache und «Nur für den Dienstgebrauch» (VS-NfD) eingestuft sind.

Die Bechtle AG ist in dem Vertrag der Hauptauftragnehmer und kooperiert bei der Umsetzung mit Apple und dem IT-Dienstleister Materna. Die Aktie des größten IT-Systemhauses in Deutschland legte heute im TecDax um rund 3,5 Prozent zu.

Bechtle hatte im ersten Quartal die Zurückhaltung seiner Kunden zu spüren bekommen. In Deutschland sorgte laut Unternehmenschef Thomas Olemotz eine verzögerte Haushaltsfreigabe für weniger Aufträge des Staats. Im ersten Quartal ging der Umsatz um 2,3 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zurück.

 

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