News
Karlsruher Hochschule will Diamanten kaufen – und sammelt Spenden

News Karlsruher Hochschule will Diamanten kaufen – und sammelt Spenden

Quelle: Uli Deck/dpa
dpa

Der Edelstein soll Herzstück eines Quantencomputers sein: Was die Hochschule Karlsruhe damit vorhat, warum es um Pioniergeist geht und was ein früherer Absolvent verspricht.

Für einen neuen und im deutschsprachigen Raum einzigartigen Bachelorstudiengang Quantencomputing braucht die Hochschule Karlsruhe vor allem eines: einen Quantencomputer. Der soll laut Studiendekan Philipp Nenninger unter anderem aus einem Diamanten bestehen, der mit Stickstoff beschossen wird. Die Hochschule rechnet mit Anschaffungskosten von insgesamt einer Million Euro – und sucht Spenderinnen und Spender.

Spendabler Ex-Absolvent

Rund 175.000 Euro sind seit dem Start einer Kampagne im März zusammengekommen, wie Studiengangsleiter Nenninger jüngst der Deutschen Presse-Agentur sagte. Wenn die Hochschule 200.000 Euro einsammle, wolle ein früherer Absolvent der Elektrotechnik die Summe auf eine halbe Million aufstocken. Die restlichen Mittel kämen dann aus anderen Quellen zusammen.

Rektorin Rose Marie Beck hatte beim Startschuss der Initiative gesagt: «Wir stehen an der Schwelle vom Bit zum Qubit – es braucht Pioniergeist, Zukunftsmut und unbändige Neugier auf das, was kommen wird.» Mit dem Studiengang sollten Studierende «an der Hardware von morgen lernen».

Kein Klunker

Der dafür benötigte Diamant ist übrigens kein horrend teurer Brillant, sondern künstlich hergestellt und kostet an sich nur wenige Tausend Euro. Wichtig ist laut Nenniger, dass er dünn und glatt ist. «Das erleichtert das Finden der Stickstoffatome.» So was gibt es nicht von der Stange: «Quantencomputer sind aktuell noch Einzelstücke, die von promovierten Physikern zusammengeschraubt werden.»

Der neue Studiengang Quantencomputing startet im Wintersemester 2026/27, der Quantencomputer wird aber erst später gebraucht. Das Angebot soll Studierende recht praxisnah an die Schlüsseltechnologie heranführen, wie Nenninger erklärte. Quantencomputer arbeiten anders als herkömmliche Rechner und können manche Probleme schneller und effizienter lösen.

 

Weitere Nachrichten

Halbzeit auf dem Wasen: Großer Andrang, positive Bilanz

Besonders am Tag der Deutschen Einheit zog es zeitweise zu viele Besucher auf das Cannstatter Volksfest - die Polizei sperrt mehrere Zugänge. Was Feiernde in der zweiten Woche erwartet.

Kirschlorbeer-Plage an Waldrändern? Karlsruhe und andere Städte warnen

Giftig, relativ nutzlos für Insekten – und jetzt breitet sich Kirschlorbeer mancherorts auch noch an Waldrändern aus. Illegal abgekippte Gartenabfälle verschärfen das Problem.

Burek statt Brezel? Warum plötzlich überall Balkan-Bäckereien entstehen

Burek und Baklava sind längst nicht mehr nur Spezialitäten für Menschen vom Balkan. In deutschen Städten entstehen immer mehr Balkan-Bäckereien - machen sie dem deutschen Backhandwerk Konkurrenz?

Von der Justiz gepfändet: Wann dieser Luxus-Lamborghini unter den Hammer kommt

Porsche, Rolex, Lamborghini: In Stuttgarter werden Luxus-Autos und Uhren von mutmaßlichen Kriminellen versteigert. Es handelt sich um die bislang größte Justizauktion des Landes.

Hoffen auf den Regen: Was Hitze und Trockenheit für Pilzsammler bedeuten

Für Pilzsammler ist im Herbst eigentlich Hochsaison. Mit Körbchen und Pilzmesser ausgestattet suchen sie Leckerbissen im Wald. Doch wie sehr haben die Pilze unter dem extremen Wetter gelitten?

























Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.