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JobRad baut weniger Stellen ab als zunächst befürchtet

News JobRad baut weniger Stellen ab als zunächst befürchtet

Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa
dpa

Nach Gesprächen mit dem Betriebsrat steht fest: Mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen gehen. Was Geschäftsführung und Mitarbeitervertretung dazu sagen.

Beim Dienstrad-Leasingunternehmen JobRad verlieren weniger Menschen ihren Arbeitsplatz als zunächst befürchtet. Nach Gesprächen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat müssen einer Mitteilung zufolge 107 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die in Freiburg ansässige JobRad GmbH bis zum Ende des Jahres verlassen. Mehrere Medien hatten zuvor über das Ergebnis der Gespräche berichtet.

Im vergangenen Herbst war von einem Fünftel der Stellen die Rede gewesen, genaue Zahlen hatte ein Sprecher allerdings nicht genannt. Bei der JobRad GmbH waren seinerzeit 850 Männer und Frauen beschäftigt – rechnerisch hätten also rund 170 Menschen betroffen sein können. Die JobRad-Gruppe insgesamt hat nach jüngsten Angaben mehr als 1.400 Beschäftigte.

Betriebsrat trägt Lösung mit

«Der Stellenabbau ist schmerzhaft – aber er ist im Rahmen unseres Transformationsprozesses notwendig, um JobRad langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig aufzustellen», sagte der Geschäftsführer der JobRad GmbH, Florian Baur, der Mitteilung zufolge. Die Betriebsratsvorsitzende Helena Heitzer wurde unter anderem mit den Worten zitiert: «In der Einigung sehen wir dennoch eine tragfähige Lösung, die soziale Verantwortung mit der langfristigen Stabilität des Unternehmens verbindet.»

JobRad zählt zu den bekanntesten Dienstradleasing-Anbietern in Deutschland. Das Unternehmen arbeitet den Angaben nach mit mehr als 7.200 Fahrradgeschäften in Deutschland im Hinblick auf Leasing zusammen. Schon zwei Millionen Diensträder habe man auf die Straße gebracht.

Nachlassende Nachfrage nach Diensträdern

Ende September waren laut damaliger Mitteilung die Mitarbeitenden darüber informiert worden, dass aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtlage und der anhaltenden Konsolidierung im Fahrradmarkt eine Anpassung der Personalstruktur erforderlich sei. Im Jahr 2024 hatte die gesamte JobRad-Gruppe einen Umsatz von knapp 1,4 Milliarden Euro erzielt. Zum vergangenen Jahr machte ein Sprecher auf Nachfrage keine Angaben.

Nach dem Fahrrad-Boom in der Corona-Zeit hatte die Branche nach Verbandsangaben deutliche Absatzverluste in Deutschland erlitten. Hohe Lagerbestände, teilweise Dumpingpreise und eine zwischenzeitlich zurückgefahrene Produktion waren die Folge.

JobRad ist seit der Saison 2023/24 Haupt- und Trikotsponsor von Fußball-Bundesligist SC Freiburg. Im Sommer endet das Engagement nun. Das Unternehmen soll dem SC aber als Premiumpartner erhalten bleiben.

 

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