News
Katastrophenschutz: Organisationen sollen mehr Geld für Ehrenamtliche bekommen

News Katastrophenschutz: Organisationen sollen mehr Geld für Ehrenamtliche bekommen

Quelle: Thomas Warnack/dpa
dpa

Im Katastrophenfall packen Ehrenamtliche schnell mit an. Dafür sollen die Hilfsorganisationen künftig mehr Geld bekommen und die Helfer mehr Schutz.

Sie sind da, wenn Flüsse über die Ufer treten, Stürme im Land wüten oder eine Pandemie grassiert: Künftig sollen Hilfsorganisationen in Baden-Württemberg mehr Geld für den Einsatz ihrer Ehrenamtlichen bekommen. Eine entsprechende Änderung des Katastrophenschutzgesetzes brachte das Kabinett nach Angaben des Innenministeriums auf den Weg.

Die Neufassung des Gesetzes sieht demnach vor, dass die Hilfsorganisationen vom Land künftig eine Jahrespauschale von 180 Euro pro Ehrenamtlichem vom Land bekommen. Bisher betrug die Pauschale 130 Euro. Insgesamt bekommen die Organisationen laut Innenministerium mit dem Gesetz jährlich rund 3,5 Millionen Euro mehr.

Zudem sieht das Gesetz künftig auch mehr Schutz für spontane Helfer vor, die freiwillig bei Katastrophen einspringen. Sie sollen künftig Schadenersatz bekommen, wenn ihnen im Einsatz ein Sachschaden entsteht. Außerdem sollen die Spontanhelfer künftig bei der Unfallversicherung eingeschlossen werden.

Land übernimmt im Katastrophenfall die Kosten

Das Gesetz legt außerdem fest, dass künftig im Katastrophenfall alle Kosten der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vom Land übernommen werden – auch bei Gemeindefeuerwehren. Dazu zählt etwa der Verdienstausfall, Kosten für die Kinderbetreuung oder auch Schäden, die im Einsatz entstehen. Die bisherige Regelung sei kompliziert und in Teilen unklar gewesen, teilte das Ministerium mit. Mit der Neuregelung ermögliche man eine unbürokratische Abwicklung.

Um besser auf künftige Katastrophen vorbereitet zu sein, sieht das Gesetz den Aufbau eines neuen Katastrophenschutzlagers vor, in dem Material gelagert werden soll, dass im Fall der Fälle schnell zur Verfügung stehen soll. Details sollen nach Inkrafttreten des Gesetzes mit den Organisationen geklärt werden.

«Mit dem neuen Katastrophenschutzgesetz gehen wir gleich drei Schritte nach vorne: Wir stärken das Ehrenamt, wir entlasten die Kommunen im Katastrophenfall finanziell und wir bauen die Vorsorge weiter aus», sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Die Einsatzkräfte seien derzeit gefordert wie nie zuvor. Weil man sich auf die vielen Ehrenamtlichen verlassen könne, sei ihm beim Blick in die Zukunft nicht bang, sagte Strobl.

 

Weitere Nachrichten

Vorfall in Tiefgarage: Frau mit Stichverletzung in Klinik – Unbekannter gesucht

Eine 55-Jährige ist in Karlsruhe in einer Hotel-Tiefgarage durch einen Stich schwer verletzt worden. Die Frau betrat nach derzeitigem Kenntnisstand die Tiefgarage in der Fautenbruchstraße, über ein Treppenhaus, teilte die Polizei mit.

DRK ruft zum Blutspenden auf: Darum sind Blutreserven im Südwesten knapp

Beim Blutspenden zählt derzeit jeder Tropfen: In Baden-Württemberg sind die Vorräte knapp. Erkältungen und Herbstferien verschärfen den Engpass - und die nächste Belastungsprobe steht schon bevor.

Queerfeindliche Straftaten in Baden-Württemberg nehmen zu

Die registrierten Straftaten gegen queere Menschen steigen im Südwesten deutlich an. Die Polizei warnt vor Übergriffen bei Dating-App-Treffen.

Landkreis Karlsruhe: 61-Jähriger nach Sturz mit E-Scooter in Krankenhaus gestorben

Ein 61-jähriger Mann ist zehn Tage nach einem Unfall mit seinem E-Scooter in Flehingen bei Karlsruhe im Krankenhaus gestorben. Er hatte am 19. Oktober wohl eine Bordsteinkante überfahren und war gestürzt, wie die Polizei am selben Tag mitteilte.

Vogel verstopft Abgasleitung in Stutensee: Frau an Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung gestorben

Eine 81-jährige Frau ist in Stutensee (Kreis Karlsruhe) an den Folgen einer Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung gestorben. Ein Vogel hatte zuvor die Abgasleitung einer Heizungsanlage ihres Wohnhauses verstopft.

Medizinischer Notfall am Steuer - Lkw-Fahrer stirbt in Karlsruhe

Ein 53-jähriger Sattelzugfahrer ist in Karlsruhe aufgrund eines internistischen Notfalls verunglückt und in einer Klinik gestorben.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.