Nachrichten
Kriminalität im Land: Fast jeder zweite Wohnungseinbruch scheitert

Nachrichten Kriminalität im Land: Fast jeder zweite Wohnungseinbruch scheitert

Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
dpa

In Baden-Württemberg steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche wieder leicht. Innenminister Strobl warnt besonders vor der dunklen Jahreszeit – und gibt Tipps zum Schutz der eigenen vier Wände.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Baden-Württemberg ist zuletzt wieder leicht angestiegen. Nach Angaben des Innenministeriums sank die Zahl der Einbrüche zwar in den vergangenen zehn Jahren um knapp 60 Prozent. Für das laufende Jahr 2025 zeichne sich aber bislang ein leichter Anstieg im Vergleich zum niedrigen Niveau des Vorjahres ab.

«Ein Einbruch in die eigenen vier Wände hinterlässt weit mehr als einen beschädigten Türrahmen – es verletzt das Sicherheitsgefühl der betroffenen Menschen», betonte Innenminister Thomas Strobl. Wer eine solche Tat begeht, werde vom Gesetzgeber zurecht hart bestraft – mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren. Der CDU-Politiker warnte: «In der dunklen Jahreszeit sind Einbrecher vermehrt aktiv.»

 

Millionenschaden durch Einbrüche

Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Baden-Württemberg sank nach Angaben des Innenministeriums in von 12.255 Fällen im Jahr 2015 um 56,9 Prozent auf 5.286 Fälle im Jahr 2024. Die Aufklärungsquote stieg 2024 um 3,1 Prozentpunkte auf 19 Prozent. Die Polizei setze auf spezielle Ermittlungsgruppen, die Taten aufklären und bandenmäßige Strukturen zerschlagen. Fast jeder zweite Einbruch scheitert demnach bereits im Versuch.

Der materielle Schaden belief sich allein 2024 landesweit auf rund 23,7 Millionen Euro, schwerer wiege jedoch der Einschnitt in das Sicherheitsgefühl der Menschen.

Minister Strobl appellierte an die Bürgerinnen und Bürger: «Seien Sie wachsam, melden Sie verdächtige Vorgänge, pflegen Sie eine gute und aufmerksame Nachbarschaft.» Zudem verwies er auf die kostenlosen Beratungsstellen der Kriminalpolizei.

 

Tipps für mehr Sicherheit zu Hause

Die Polizei rät, Fenster und Türen auch bei kurzer Abwesenheit immer zu verschließen und nicht nur zu kippen oder nur zuzuziehen. Haus- und Wohnungsschlüssel sollten niemals draußen deponiert werden, Rollläden möglichst nur nachts geschlossen werden. Wichtig sei zudem der Kontakt zu Nachbarn, um gegenseitig aufeinander Acht zu geben, etwa durch Kontrolle der Briefkästen während des Urlaubs. Verdächtige Beobachtungen sollten umgehend über den Notruf 110 gemeldet werden.

 

Weitere Nachrichten

Hitze, Regen, Stimmung: So war das Southside-Festival

Erst Hitze, dann Gewitter, Regen und Matsch: Das Southside-Festival hat den rund 59.000 Besuchern in diesem Jahr einiges abverlangt. Die Stimmung ließen sich die Musikfans trotzdem nicht verderben.

Warum Waghäusel im Landkreis Karlsruhe bei Hitzerekorden so oft vorn liegt

Warum knackt Waghäusel immer wieder Hitzerekorde? Ein Blick auf Luftströme, Stadtbebauung und einen besonderen Standort der Wetterstation verrät mehr.

Es werden immer mehr: Darum macht der Wels Probleme im Land

Er kann lang und schwer werden und viel fressen - gerne Fische, wie den Lachs: Der Wels bereitet sich in Baden-Württemberg immer mehr aus. Was Experten befürchten und wo es heute schon Probleme gibt.

So sind die Hitzefrei-Regeln an Schulen in Baden-Württemberg

Schwitzen im Klassenzimmer? Wer in Baden-Württemberg Hitzefrei bekommt, entscheidet jede Schule selbst. Was Eltern und Schüler jetzt wissen müssen.

Feuerwehr rettet bewusstlose Person nach Gasunfall in Karlsruhe

Kohlenmonoxid-Alarm in Karlsruhe: Eine Person wird verletzt. Warum bei Hitze Vorsicht mit Gasanlagen geboten ist und was die Stadtwerke raten.

Blitz sprengt Baum in Stutensee – Trümmer beschädigen Häuser

Blitzeinschlag mit Folgen: In Stutensee fliegen Baumteile durch die Luft und beschädigen Wohnhäuser. Was Anwohner erlebten.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.