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KSC-Heimsieg dank Ben Farhat und Egloff: Ein Duo mit Perspektive?

News KSC-Heimsieg dank Ben Farhat und Egloff: Ein Duo mit Perspektive?

Quelle: Uli Deck/dpa

Gelungener KSC-Auftakt: Ben Farhat trifft und legt vor. Lilian Egloff rettet das 3:2. Zwei Hoffnungsträger lassen die Badener nach einer schwachen Vorbereitung auf eine erfolgreiche Saison hoffen.

Ben Farhat und Egloff: Ein Duo mit Perspektive?

Louey Ben Farhat stand nach dem Abpfiff des 3:2 (2:1) des Karlsruher SC gegen Preußen Münster leicht verlegen im Scheinwerferlicht der Mixed Zone. Der Mittelpunkt von Fernsehinterviews zu sein, gehört für den 19-jährigen «Lu», wie ihn beim Fußball-Zweitligisten alle rufen, noch nicht zur alltäglichen Routine. Zur moralischen Unterstützung hatte er sich daher den Sieg-Torschützen Lilian Egloff, kurz «Li», als Verstärkung mitgebracht.

«Ich bin natürlich zufrieden – sowohl mit meiner eigenen Leistung als auch mit der Teamleistung. Die drei Punkte waren sehr wichtig, und es war einfach ein super Erlebnis, ein perfekter Start in die Saison», sagte Ben Farhat strahlend nach dem Saisonstart des KSC mit Höhen und Tiefen.

Der Youngster hatte das 1:0 erzielt und damit bereits nach sieben Minuten seinen persönlichen Traumstart in die neue Zweitliga-Saison gefeiert. Eine Viertelstunde später bereitete er auch das 2:0 durch seinen Kapitän Marvin Wanitzek vor, der sich so mit seinem 54. Treffer im 200. Zweitligaspiel in die Annalen der Badener eintrug.

«Natürlich haben wir als Mannschaft noch Steigerungspotenzial. Wir schauen jetzt einfach von Spiel zu Spiel – das wird unsere Stärke sein», warnte Ben Farhat schon ganz routiniert vor zu viel Euphorie. Anlass zur Kritik gab es auch. Denn die Badener verspielten zwischenzeitlich eine 2:0-Führung und kassierten in Überzahl nach einer Roten Karte für den Münsteraner Niko Koulis noch den Ausgleich. Der Sieg war erkämpft, das entscheidende Tor fiel in der 88. Minute.

 

Egloff konnte sich beim VfB nicht durchsetzen

Am Ende rückte dann Unterstützer Egloff wie der Nachwuchsstürmer ins Rampenlicht. Der 22-Jährige war vor fünf Jahren selbst beim VfB Stuttgart als großes Talent gehandelt worden – ähnlich wie Ben Farhat heute beim KSC.

Nach mehreren Verletzungen stand er zu Beginn der Vorsaison jedoch ohne Verein da. Schließlich schloss er sich den Badenern an. Es folgte eine Phase, die auf beiden Seiten vor allem von Geduld geprägt war. Erst die Umstellung auf eine Fünferkette und die Stürmer-Not öffneten dem Heilbronner am Saisonende die Tür. Am 34. Spieltag traf er zweimal gegen Paderborn. Nun entschied Egloff auch zum Auftakt der neuen Spielzeit die Partie.

Trainer Christian Eichner lobte ihn dafür nach dem Spiel ausdrücklich. «Mich freut es auch, dass er dieses Ding gedrückt hat. Das war fußballerisch ein sehr hochwertiges Tor. Ähnlich wie schon gegen Paderborn hat er uns jetzt auch den Dreier in die Kabine gelegt. Das wird der Kabine guttun, das wird der Woche guttun», sagte der Coach.

Für den KSC war der Erfolg gegen Münster nach schwachen Vorbereitungsergebnissen ein Mutmacher zum Saisonstart. Vor allem, weil mit Ben Farhat und Egloff zwei Spieler glänzten, die für Entwicklung und Perspektive stehen. «Am wichtigsten sind aber die drei Punkte – damit sind wir sehr zufrieden», resümierte Ben Farhat dann noch, bevor er gemeinsam mit Egloff in den Kabinentrakt verschwand.

 

Fotogalerie | Zum Saisonstart: KSC siegt gegen Preußen Münster

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