News
Laut Umfrage: Karlsruhe bei Radfreundlichkeit weiterhin vorn dabei

News Laut Umfrage: Karlsruhe bei Radfreundlichkeit weiterhin vorn dabei

Quelle: Fabian Sommer/dpa
dpa

Viele Städte im Auto-Ländle setzen zunehmend auf Pedalantrieb. Das kommt auch bei vielen Radfahrern an, wie ein neues Stimmungsbild zeigt. Doch beim Thema Sicherheit bleibt die Lage kritisch.

Ein Reihe von Städten aus Baden-Württemberg ist laut einem Stimmungsbild des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) etwas fahrradfreundlicher geworden. Die 26 Kommunen mit mehr als 50.000 Einwohnern, die es in den Fahrradklima-Test 2024 geschafft haben, erreichten die Durchschnittsnote Note 3,8. Das sei etwas besser als bei der vorherigen Erhebung im Jahr 2022, teilte der Verband mit.

Im deutschlandweiten Vergleich behauptet das Land den Angaben nach damit den Platz als Vorreiter in Bezug auf Fahrradfreundlichkeit – zusammen mit Hessen und Niedersachsen. Mehrere Südwest-Städte kamen auf Spitzenpositionen: Tübingen erreichte in seiner Städtekategorie (50.000 bis 100.000 Einwohner) den ersten Platz. Auch Freiburg, Karlsruhe und Ettlingen (Landkreis Karlsruhe) landeten in ihren Kategorien unter den Top 3. In der Auswertung wurden 172 größere Kommunen aus dem Südwesten berücksichtigt.

 

Tübingen glänzt, Stuttgart stagniert

Größere Verbesserungen gab es insbesondere bei den Städten mit weniger als 100.000 Einwohnern: Neben Tübingen und Ettlingen konnte auch Eislingen/Fils (Landkreis Göppingen) die Note um mindestens 0,3 Punkte verbessern. Anders sah es unter anderem bei Stuttgart aus. Die Bewertung veränderte sich kaum, die Landeshauptstadt erreichte im Vergleich mit den 15 Städten in Deutschland, die mehr als eine halbe Million Einwohner haben, den neunten Platz.

Landesweit besser benoteten die Befragten das Radverkehrsnetz und die Verfügbarkeit von Leihrädern. Hier lagen die Bewertungen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Trotz positiver Entwicklungen sieht der ADFC allerdings Nachholbedarf bei der Verkehrssicherheit und dem Miteinander im Verkehr. «Noten zwischen 3 und 4 oder auch noch schlechter als die Gesamtbewertung können uns nicht zufriedenstellen, wenn wir den Radverkehr fördern wollen», sagte der Landesvorsitzende Matthias Zimmermann. Er forderte unter anderem eine stärkere Trennung von Auto- und Radverkehr und mehr Kontrollen.

 

Stimmungsbild direkt vom Sattel

Im bundesweiten Fahrradklima-Test konnten Radfahrerinnen und Radfahrer von September bis Ende November 2024 Einschätzungen zu ihrer Stadt abgeben – etwa zu Radwegen, Abstellmöglichkeiten, Ampelschaltungen oder Konflikten auf den Straßen. Ausgewertet wurden demnach 184.500 Fragebögen für 1.047 Orte, in denen eine Mindestbeteiligung erreicht war. Für Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern lag die Schwelle zum Beispiel bei 100 Teilnehmern.

Das Konzept der alle zwei Jahre vorgenommenen Befragung zielt nach ADFC-Angaben nicht auf einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung, sondern einen «möglichst breiten Kreis an Viel- und Gelegenheitsradfahrern». Der Fahrradklima-Test wird vom Bundesverkehrsministerium unterstützt.

 

Weitere Nachrichten

Konjunktur-Stimmung im Handwerk: Viele warten auf bessere Zeiten

Viele Handwerksbetriebe hoffen auf ein Licht am Ende des Tunnels. Wer besonders optimistisch bleibt – und wo das Stimmungsbarometer überraschend steigt.

Kriminelle Ausländer: Migrationsstaatssekretär fordert Druck auf Heimatstaaten

Das Land will mehr Kriminelle nach Syrien abschieben - bislang ist aber nur einmal ein Straftäter ins Flugzeug gesetzt worden. Das liegt nicht zuletzt auch am Bund, meint der Migrationsstaatssekretär.

Feuerpause im Streit um den Wolf? Richter bitten um Aufschub

Es ist ein Hin und Her im Streit um den Abschuss eines Wolfs im Nordschwarzwald. Bis Mitte Februar dürfte die Entscheidung über den «Hornisgrinde-Wolf» nun ruhen. Warum das?

Neue Designer-Droge im Raum Karlsruhe entdeckt: Was man dazu wissen muss

Cychlorphin gilt als hochpotente synthetische Droge: Schon kleine Mengen können zu schweren Vergiftungen führen. Was Fachleute zu Risiken und Schutzmaßnahmen sagen.

21-Jähriger fährt in Karlsruhe gegen Oberleitungsmast und stirbt

Mitten in der Nacht rücken die Einsatzkräfte in Karlsruhe aus. Ein Autofahrer hat einen Unfall - kurz darauf gibt es schlimme Neuigkeiten.

Karlsruher Kita-Träger pleite – Gehälter bleiben aus

600 Angestellte ohne Januar-Gehalt und rund 1.300 betroffene Kinder - zwei Karlsruher Kita-Träger melden Insolvenz an. Der Betrieb läuft weiter. Was nun geplant ist.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.