Nachrichten
Modellversuch: Schüler sollen mehr Mitsprachemöglichkeiten bekommen

Nachrichten Modellversuch: Schüler sollen mehr Mitsprachemöglichkeiten bekommen

Quelle: Marijan Murat/dpa/Symbolbild
dpa

Junge Menschen kritisieren, über ihre Köpfe hinweg werde Politik gemacht. Um sich Gehör zu verschaffen, geht die Gen Z auf die Straße. Für Baden-Württembergs Schüler könnte sich bald etwas ändern.

Schüler und Schülerinnen sollen mehr Möglichkeiten der Mitsprache bekommen. In einem Modellversuch will das Kultusministerium die Einführung von Kreisschülerräten testen, berichtete die «Südwest Presse» (Samstag). Der Landesschülerbeirat (LSBR) engagiere sich auch dafür, «um Schülerinnen und Schülern in Baden-Württemberg in der Breite des Landes eine starke Stimme zu geben», sagte Ressortchef Andreas Jung (CDU) demzufolge.

«Wir prüfen, wie wir das mit einem Modellversuch in zunächst vier Kreisen unterstützen können», sagte der Minister der Zeitung. «Dahinter steht die Überzeugung: Demokratie muss gelernt und gelebt werden.» In welchen Kreisen getestet werden soll, ist laut einem Ministeriumssprecher noch offen, wie es weiter hieß. Der LSBR habe dem Vernehmen nach Biberach, Böblingen, den Ortenaukreis und den Landkreis Karlsruhe ins Spiel gebracht.

«Erwarten auch ohne Wahlrecht gehört zu werden»

Vor den bundesweiten Gen-Z-Protesten am Samstag hatte der LSBR gefordert, junge Menschen müssten die Möglichkeit haben, ihre Anliegen dauerhaft einzubringen und an politischen Entscheidungsprozessen mitzuwirken. «Kein Schüler ist auf der Straße, wenn er sich im Klassenzimmer gehört fühlt», erklärte der stellvertretende Vorsitzende Simon Stier.

In einem offenen Brief hatte das Gremium schon im September geschrieben, «die Schülerinnenvertretung in Baden-Württemberg ist unstrukturiert und mittellos». Während 13 von 16 Bundesländern solche Vertretungen auf Kreisebene im Schulgesetz verankert hätten, gebe es diese in Baden-Württemberg nur in den einzelnen Schulen und den LSBR auf Landesebene. Dieser könne nicht den Kontakt zu mehr als 4.000 Schulen halten. «Aber wir 1,5 Millionen Schülerinnen erwarten auch ohne Wahlrecht – gehört zu werden.» Es brauche Strukturen, welche die Ebenen mit- und untereinander verbinden.

«Wir freuen uns sehr, dass der Minister unseren Vorschlag aufgegriffen hat», sagte der LSBR-Vorsitzende Johannes Stahl der «Südwest Presse». Auch bei den Landräten kommt die Idee an. «Jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten, sich und ihre Anliegen frühzeitig einzubringen, ist heute wichtiger denn je», erklärte der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Alexis von Komorowski.

 

Weitere Nachrichten

Millionen-Vorhaben: Bodensee soll erste Elektro-Fähre bekommen

Batterien statt Diesel: Die Stadtwerke Konstanz möchten eine ihrer Bodensee-Autofähren umrüsten und neue Ladepunkte schaffen. Das Vorhaben kostet Millionen - ist aber noch nicht in trockenen Tüchern.

Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg sinkt leicht

Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg ist leicht gesunken. Besonders für junge Menschen bleibt die Lage angespannt.

Neue Doppelstockzüge in Baden-Württemberg kommen erst 2028

156 neue Züge hat der Südwesten bestellt, doch Produktionsprobleme und das Zulassungsverfahren bremsen Alstom aus. Der Hersteller arbeitet an einem Ersatzkonzept – was ist bisher bekannt?

Unfall auf B3 in Ettlingen: Motorradfahrer lebensgefährlich verletzt

Eine Autofahrerin wendet auf der Bundesstraße dort, wo sie es nicht dürfte. In der Folge prallt ein Motorradfahrer gegen ihren Wagen.

Vorfall in Tiefgarage: Frau mit Stichverletzung in Klinik – Unbekannter gesucht

Eine 55-Jährige ist in Karlsruhe in einer Hotel-Tiefgarage durch einen Stich schwer verletzt worden. Die Frau betrat nach derzeitigem Kenntnisstand die Tiefgarage in der Fautenbruchstraße, über ein Treppenhaus, teilte die Polizei mit.

DRK ruft zum Blutspenden auf: Darum sind Blutreserven im Südwesten knapp

Beim Blutspenden zählt derzeit jeder Tropfen: In Baden-Württemberg sind die Vorräte knapp. Erkältungen und Herbstferien verschärfen den Engpass - und die nächste Belastungsprobe steht schon bevor.

 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 

Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.