News aus Baden-Württemberg
Nach Rastatter Tunnelhavarie: Weiter Kritik an Bahn

News aus Baden-Württemberg Nach Rastatter Tunnelhavarie: Weiter Kritik an Bahn

Quelle: Uli Deck

Drei Jahre nach der Havarie in einer Tunnelbaustelle der Bahn in Rastatt kritisiert das Netzwerk Europäischer Eisenbahnen (NEE) die DB Netz AG wegen mangelnder Fortschritte. NEE-Geschäftsführer Peter Westenberger kritisierte, dass die Schäden noch nicht reguliert seien und prozessiert werden müsse.

Nach dem Eintritt von Wasser und Erdreich in die Röhre unterhalb der bestehenden Gleise am 12. August 2017 musste die Rheintalbahn, eine Hauptverbindung zwischen den Nordseehäfen und Italien, für sieben Wochen gesperrt werden. Die Schienen waren abgesackt.

Zahlreiche Bahnbetreiber und Logistikunternehmen erlitten hohe finanzielle Verluste. Der Tunnel soll mit jahrelanger Verzögerung Ende 2025 in Betrieb gehen.

Westenberger kritisierte den enormen Zeitverzug beim Ausbau der europäischen Nord-Süd-Verbindung auf deutscher Seite. In der Schweiz und in Österreich seien die Pläne zeitgerecht umgesetzt worden. In Deutschland seien erst 60 von vereinbarten 175 Kilometern auf vier Gleise ausgebaut.

Eigentlich sollte die Ertüchtigung der Verbindung Ende 2020 abgeschlossen sein. Außerdem werde es weiterhin versäumt, Strecken für einen Umleitungsbetrieb herzurichten, falls die Rheintalbahn erneut gesperrt werden müsse.

 

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