News aus Baden-Württemberg
Notruf per App: „nora“ soll Hörgeschädigten in Not helfen

News aus Baden-Württemberg Notruf per App: „nora“ soll Hörgeschädigten in Not helfen

Quelle: Rolf Vennenbernd
dpa

App statt Fax: Vor allem hörgeschädigte Menschen können in Zukunft per App die Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei rufen.

Die Notruf-App «nora» ist am Dienstag in 15 Bundesländern an den Start gegangen. Bisher hätten hörgeschädigte Menschen in Notlagen auf Gebärdendolmetscher, Freunde oder das Fax zurückgreifen müssen, sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) bei der Vorstellung der App in Düsseldorf. ««nora» schließt hier eine Lücke. Die App ergänzt die bestehenden Notrufsysteme um eine mobile Komponente.»

Nach dem Download der App müssen sich die Nutzer einmalig anmelden. In einem Profil können persönliche Angaben zu Vorerkrankungen gemacht werden. Wird der Notruf gewählt, erkennt die App automatisch den Standort des Handys und übermittelt diesen mit einem Klick an die Leitstelle. Danach führt die App die Nutzer durch mehrere Fragen, die helfen sollen, die Gefahrenlage einzuschätzen: Soll die Polizei oder die Feuerwehr alarmiert werden? Sind Menschen verletzt? Geht es um einen Einbruch oder einen Brand? Sind alle Fragen beantwortet, wird der Notruf abgesetzt.

In erster Linie richtet sich das Angebot an Menschen, die aufgrund einer Hör- oder Sprachbehinderung schlecht am Telefon kommunizieren können. Aber auch für Menschen, die kein Deutsch können oder in einer Notlage nicht sprechen können, sei die App nützlich. «Grundsätzlich ist «nora» eine App für alle Menschen in Deutschland», sagte Reul.

Das nordrhein-westfälische Innenministerium hatte das bundesweite Projekt federführend übernommen. Die Notruf-App ist in fast allen Bundesländern verfügbar. Nur in Berlin habe es «in der Administration etwas gehakt», sagte Reul. Dort soll die App demnächst ebenfalls eingeführt werden.

 

Weitere Nachrichten

Bei Grundsteuer gibt es für Eigentümer in Baden-Württemberg Aufschub

Eigentümerinnen und Eigentümer von privaten Grundstücken bekommen im Südwesten de facto mehr Zeit für die Abgabe ihrer Grundsteuererklärung.

Klimawandel lässt Trüffelernte in Deutschland schrumpfen

Trüffel sind nicht nur etwas für Feinschmecker, sie sind auch wichtig für das Waldökosystem. Doch der Klimawandel macht den Edelpilzen zu schaffen.

Vom Airport ins Stadtzentrum: Bruchsaler Volocopter testet Flugtaxi

In 20 Minuten vom Römer Flughafen Fiumicino ins Zentrum der italienischen Hauptstadt: Das deutsche Unternehmen Volocopter will das im Jahr 2024 anbieten und ist dafür erstmals testweise mit einem elektrischen Flugtaxi im Luftraum Italiens geflogen.

Baden-Württemberg will schnellstmögliche Rhein-Vertiefung

Zu welchen Engpässen in der Schifffahrt Niedrigwasser führt, hat der Dürresommer deutlich vor Augen geführt. Es gibt längst Pläne, hier Abhilfe zu schaffen. Beim Treffen der Verkehrsminister wollen die Länder Druck auf den Bund machen - allen voran Baden-Württemberg.

Legoland-Achterbahn nach Unfall wieder in Betrieb

Knapp zwei Monate nach einem Achterbahnunfall mit 31 Verletzten im Freizeitpark Legoland ist die Unglücksbahn wieder für Besucher geöffnet.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 










Auch interessant


Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

Daumen hoch, wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, oder zeigen Sie uns, dass wir uns verbessern können.

0%
0%

Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.