News
Nur ein Land ist schlechter: So stark schwächelt die Wirtschaft in Baden-Württemberg

News Nur ein Land ist schlechter: So stark schwächelt die Wirtschaft in Baden-Württemberg

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Das dritte Jahr in Folge rutscht Baden-Württemberg in die Rezession – und landet im Bundesländervergleich fast ganz hinten. Besonders die Industrie schwächelt. Die Zahlen im Überblick.

Die Wirtschaftsleistung in Baden-Württemberg ist im vergangenen Jahr erneut geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) – also der Gesamtwert aller im Land produzierten Waren und Dienstleistungen – war 2025 preisbereinigt 0,6 Prozent niedriger als im Vorjahr, wie das Statistische Landesamt in Fellbach mitteilte. Der Südwesten verzeichne damit das dritte Rezessionsjahr in Folge. Wachstum hatte es zuletzt 2022 gegeben.

 

Nur im Saarland lief es schlechter

Damit hat sich die Wirtschaft im Südwesten den vorläufigen Zahlen zufolge auch unterhalb des Bundesschnitts entwickelt. Deutschlandweit wuchs die Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 0,2 Prozent. Im Bundesländervergleich landete Baden-Württemberg auf dem vorletzten Platz. Schlechter sah es nur im Saarland aus (minus 0,9 Prozent). Mit einem Wachstum von gut 1,4 Prozent führte Mecklenburg-Vorpommern die Rangfolge an.

Landesweit wurden im vergangenen Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 667,1 Milliarden Euro erstellt. Das entspreche einem Anteil von knapp 15 Prozent an der gesamtdeutschen Wirtschaftsleistung.

 

Industrie schwächelt weiter

Die Entwicklung unterschied sich je nach Branche: Die Industrie, die knapp ein Drittel der Wertschöpfung in Land ausmacht, verzeichnete ein reales Minus von 2,6 Prozent. Auch im Baugewerbe ging es im Vorjahresvergleich abwärts.

Die Dienstleistungsbereiche erhöhten ihre Wirtschaftsleistung hingegen leicht um 0,4 Prozent. Das habe wie im Vorjahr zur Stabilisierung der Gesamtwirtschaft in Baden-Württemberg beigetragen, hieß es.

Die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts zeigt an, wie gut oder schlecht sich die Wirtschaftsleistung eines Landes entwickelt hat. Wächst sie, steigt in aller Regel die Nachfrage nach Arbeitskräften, die Menschen haben tendenziell mehr Einkommen zur Verfügung und der Staat nimmt mehr Steuern ein. Schrumpft das BIP längere Zeit, können steigende Arbeitslosigkeit, mehr Insolvenzen und sinkende Steuereinnahmen die Folge sein.

 

Weitere Nachrichten

Laut Studie: Laien vertrauen KI zu stark, Experten oft zu wenig

Chatbots, die fragen statt zu antworten? Forscher testen neue Methoden, damit KI uns nicht unbemerkt lenkt. Was dahintersteckt und was Mediziner davon haben könnten.

Wein-Nachfrage: Rückgang bei Rotwein - Trend zu Weißwein

Weißweine machen bereits 70 Prozent des deutschen Weinbaus aus. Welche Bedeutung Chinas Weinvorlieben auch für hiesige Winzer haben.

Wetterumschwung im Südwesten - Ab wann der Regen kommt

Auf Sonne folgt Regen. Die flächendeckenden Sonnenstunden in Baden-Württemberg sind angezählt. Bereits ab dem Nachmittag wird der erste Regen erwartet. Wie es in den kommenden Tagen weitergeht.

Schädling an Bäumen: Weniger Borkenkäfer im Land - trotzdem keine Entwarnung

Die Zahl der Borkenkäfer in Baden-Württembergs Wäldern sinkt in diesem Jahr voraussichtlich. Warum Experten dennoch warnen – und welche Rolle das Wetter dabei spielt.

Kürzungen im Gesundheitswesen: Sparpaket bedroht Arzttermine im Land

Die Kassenärzte rechnen wegen der geplanten Einsparungen im Gesundheitswesen mit deutlich weniger Behandlungen in den Praxen – auch in Baden-Württemberg. Die Mediziner warnen vor weniger Terminen.

Nach Hantavirus auf Schiff: Wie ist die Lage in Baden-Württemberg?

Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff wachsen die Sorgen vor weiteren Infektionen. Experten beruhigen aber. Warum der Virustyp im Südwesten ein anderer ist.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.