News
Özdemir über Koalitionsverhandlungen: „Wir wurden einfach ums Verrecken nicht fertig“

News Özdemir über Koalitionsverhandlungen: „Wir wurden einfach ums Verrecken nicht fertig“

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Der Koalitionsvertrag steht, Grüne und CDU bilden eine Regierung. Aber der Weg dorthin war teils zäher als gedacht. Grünen-Verhandlungsführer Cem Özdemir plaudert im Live-Podcast aus dem Nähkästchen.

Die Koalitionsverhandlungen zwischen Grünen und CDU sind nach Worten des designierten Ministerpräsidenten Cem Özdemir auf den letzten Metern viel zäher verlaufen als geplant. Eigentlich hatte man sich bei der letzten Sitzung am vergangenen Donnerstag, dem 30. April, informell darauf verständigt, dass man am 1. Mai nicht verhandeln werde, verriet der Grünen-Politiker bei der Aufzeichnung des Podcasts «Politik mit Anne Will» in Stuttgart.

Die Hauptverhandlungsgruppe um Özdemir und CDU-Chef Manuel Hagel war an dem Tag zusammengekommen, um letzte Streitfragen aus dem Weg zu räumen. Man habe am darauffolgenden Feiertag nicht verhandeln wollen, das sei zudem der Geburtstag von CDU-Chef Manuel Hagel gewesen, so Özdemir. Gegen 18.00 Uhr habe er gedacht, dass die Verhandler eigentlich durch seien. «Ich habe schon zu Hause Bescheid gegeben, ich komme zum Abendessen», sagte er.

Erst verhandeln, dann feiern

Aber es kam anders. Grüne und CDU hätten sich bei Details richtig verhakt, berichtete der Grünen-Politiker. Er habe auf die Uhr geschaut, es habe immer länger gedauert. «Wir wurden einfach ums Verrecken nicht fertig.» Worum es ging, verriet Özdemir nicht. Aber dem Vernehmen nach stritten Grüne und CDU an dem Abend um letzte widersprüchliche Formulierungen und die sogenannte Bundesratsklausel. Kurz vor Mitternacht erfolgte dann der Durchbruch. Immerhin: Da man ohnehin noch vor Ort gewesen sei, habe man auch direkt in Hagels Geburtstag hineinfeiern können, so Özdemir.

Grüne und CDU hatten wochenlang über die Neuauflage eines Bündnisses sondiert und verhandelt. Am Mittwoch präsentierten sie ihren Koalitionsvertrag. Özdemir soll am 13. Mai vom Parlament zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Im neuen Landtag verfügen beide Parteien über jeweils 56 Mandate – eine ungewöhnliche Pattsituation. Das hatte die Verhandlungen erschwert, ebenso wie Vorwürfe der CDU, die Grünen hätten im Wahlkampf eine «Schmutzkampagne» betrieben.

 

Weitere Nachrichten

Studie: So viele Wohnungen fehlen in Baden-Württemberg

Im Südwesten wird seit Jahren weniger gebaut. Die Suche nach einer neuen Wohnung wird für viele Menschen oft zur Geduldsprobe. Die Krise hat aber auch Folgen für Wirtschaft und Staatseinnahmen.

Bombenfund in Karlsruher Südstadt: Entwarnung - Weltkriegsbombe entschärft

Der Blindgänger lag nur ein paar Dutzend Meter vom ICE-Gleis entfernt: Eine Weltkriegsbombe hat in Karlsruhe für Aufregung gesorgt. Am Ende gab es gute Nachrichten für die Anwohner und Reisenden.

Zahl der Handwerksbetriebe legt erstmals wieder leicht zu

Während es mehr Gebäudereiniger und Kosmetiker gibt, sinkt die Zahl der zulassungspflichtigen Handwerksbetriebe weiter. Doch es gibt auch positive Ausnahmen.

Zeugen gesucht: 250.000 Euro teures Luxus-Auto gestohlen

Der Schock saß sicher tief: Ein 72-Jähriger kommt zu seinem Auto - doch der 250.000 Euro teure Wagen ist plötzlich verschwunden. Nun ermittelt die Polizei.

Begünstigt der heiße Sommer Ausbreitung des Ochsenfrosches?

Fast 7.000 Ochsenfrösche wurden im vergangenen Jahr erlegt. Mit welchen Maßnahmen die Behörden die Ausbreitung der invasiven Art eindämmen wollen. Und warum diese womöglich vom Klimawandel profitiert.

Technik zum Fledermaus-Schutz bremst Hesse-Bahn aus

Technische Probleme bei der Fledermaus-Vertreibung bremsen derzeit die Hermann-Hesse-Bahn aus. Wann es wieder läuft wie gewohnt, steht noch nicht fest.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.