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Warum weniger Züge zwischen Karlsruhe und Stuttgart fahren

News Warum weniger Züge zwischen Karlsruhe und Stuttgart fahren

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Pendler zwischen Karlsruhe und Stuttgart brauchen starke Nerven: Bauarbeiten legen die Residenzstrecke lahm, Ersatzbusse und Umstiege sorgen für Stress und volle Züge.

Reisende und Pendler müssen in den kommenden beiden Wochen auf der sogenannten Residenzstrecke zwischen Karlsruhe und Stuttgart erhebliche Geduld aufbringen – und buchstäblich Stehvermögen. Denn wegen Bauarbeiten ist der Regionalexpress RE1 von Arverio ab kommenden Montag (11. Mai) zwischen Karlsruhe und Stuttgart für zwei Wochen deutlich seltener und auch nicht durchgehend unterwegs. Vielen Bahnreisenden stehen als Alternativen Umstiege oder zeitraubende Busfahrten bevor.

 

Was im Mai geplant ist

Laut Bahn-Unternehmen dauern die Bauarbeiten bis in die Nacht zum 23. Mai. Es werde in diesem Zeitraum jeder zweite RE 1-Zug zwischen Stuttgart Hbf und Mühlacker ausfallen, warnte die Bahn. «Zwischen Mühlacker und Karlsruhe sind unsere Züge regulär unterwegs», teilte Arverio als Betreiber mit und ergänzte: «Außerdem werden in diesem Zeitraum die 196XX – Züge zwischen Stuttgart Hbf und Karlsruhe zweistündlich ohne Zwischenhalt verkehren.»

Zur jeweils anderen Stunde fährt laut Ersatzplan ein Direktbus als Schienenersatzverkehr zwischen Stuttgart und Karlsruhe. Wer zwischen Pforzheim und Mühlacker sowie Stuttgart unterwegs sein will, muss in Bietigheim-Bissingen umsteigen.

Bislang fährt der RE zwischen Karlsruhe, Pforzheim und Stuttgart über Mühlacker und Vaihingen innerhalb von zwei Stunden im Normalfall dreimal. Die vierte Fahrt macht der IC – für Deutschlandticket-Kunden ist das keine Alternative.

 

Und was Bahnreisenden dann droht

Die Unternehmen warnen bereits vor «massiven Kapazitätseinschränkungen bei der Fahrgastbeförderung» zwischen Karlsruhe und Stuttgart, also vor spürbar überfüllten Zügen – allerdings ist dies in den Pendlerphasen morgens und nachmittags längst auch ohne Bauarbeiten der Fall.

Grund für die Störung sind Bauarbeiten im Pragsatteltunnel zwischen den Stationen Feuerbach und Nordbahnhof. Dort sind die S-Bahn-Gleise für den Zugverkehr gesperrt – mit Auswirkungen über den S-Bahn-Verkehr im Raum Stuttgart hinaus, wie die für die Schieneninfrastruktur zuständige Bahntochter DB InfraGo mitteilte.

Und auch der Fernverkehr ist betroffen: Laut DB können nicht alle Züge zwischen Stuttgart und München fahren. Es gibt ein stündliches Direktangebot mit ICE-Zügen sowie zusätzlich etwa stündliche Verbindungen zwischen Esslingen (Neckar) und München Hauptbahnhof. ICE-Züge von und nach Österreich werden ebenfalls nach Esslingen umgeleitet. Statt der ICE/TGV-Verbindungen Stuttgart–Paris bestehen lediglich Direktverbindungen ab und bis Karlsruhe.

 

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