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Panorama-Rundbau: Neue Touristen-Attraktion am Bodensee öffnet

News Panorama-Rundbau: Neue Touristen-Attraktion am Bodensee öffnet

Quelle: Felix Kästle/dpa
dpa

250.000 Menschen werden pro Jahr erwartet: In Konstanz lockt eine neue Attraktion mit historischem Bezug. Der Rundbau soll bald öffnen.

Nach rund zwei Jahren Bauzeit öffnet an diesem Samstag das neue Asisi-Panorama in Konstanz. In einem mehr als 50 Meter hohen Rundbau am Seerhein präsentiert der Künstler Yadegar Asisi auf rund 3.000 Quadratmetern eine Darstellung des Konstanzer Konzils (1414 bis 1418). Eine vergleichbare touristische Attraktion gibt es in Konstanz bislang nicht. An dem Panorama wurde nach Angaben der Betreiber seit 2018 gearbeitet.

Das Konzil lockte geistliche und weltliche Machthaber aus ganz Europa an den Bodensee. Ziel war es, die Spaltung der katholischen Kirche zu überwinden. Asisi zeigt die mittelalterliche Stadt während des Konzils als großes Rundbild. Neben politischen und religiösen Persönlichkeiten sollen darin auch Szenen aus dem Alltag der Menschen zu sehen sein. Klang- und Lichteffekte sollen die Wirkung des Panoramas verstärken.

In dem Rundbild werden die vier Jahre des Konzils laut den Betreibern zu einer einzigen Szenerie verdichtet. Auch eine rund 600 Quadratmeter große Begleitausstellung soll das historische Geschehen und die gesellschaftlichen Verhältnisse jener Zeit erklären.

Bezug auf die Geschichte des mittelalterlichen Konzils – allerdings in satirischer Form – nimmt auch die Imperia, eine Skulptur des Bildhauers Peter Lenk, die inzwischen als eines der touristischen Wahrzeichen der Stadt Konstanz gilt. Sie steht seit mehr als 30 Jahren am Hafen der Stadt.

 

Eröffnung mehrfach verschoben

Ursprünglich sollte das Panorama schon im Mai eröffnet werden. Die Fertigstellung des Gebäudes verzögerte sich jedoch. Als Grund nannten die Bauherren die komplexe Konstruktion des mehr als 50 Meter hohen Turms in Hybrid-Holzbauweise. Das Gebäude soll noch um ein Rooftop-Restaurant mit Terrasse und 360-Grad-Blick über Konstanz, den Bodensee und die umliegende Landschaft erweitert werden.

Ähnliche Rundbilder mit historischem Bezug gibt es in verschiedenen deutschen Städten, unter anderem in Berlin, Leipzig, Dresden und Pforzheim. Das in Konstanz ist das 17. seiner Art. Anders als viele andere Panoramen Asisis entstand am Bodensee eigens ein Neubau. Andere Rundbilder des Künstlers sind etwa in ehemaligen Industriebauten oder Gasometern untergebracht.

Die Betreiber rechnen mit etwa 250.000 Besuchern pro Jahr, wie Sebastian Kuhl, der für die künstlerische Kommunikation des Projekts zuständig ist, auf Anfrage mitteilte. Der Eintritt für Erwachsene soll 18,50 Euro kosten, etwa fünf Euro mehr als jener für das vergleichbare Gasometer in Pforzheim. Für Kinder ab sechs Jahren sind zehn Euro vorgesehen. Der ermäßigte Eintritt liegt bei 16,50 Euro.

Das Panorama Konstanz ist nach Angaben der Betreiber vollständig privat finanziert. Hinter dem Projekt stehen demnach mehrere Unternehmerfamilien, die sich auch schon in Pforzheim für Kunst und Kultur engagiert haben. Das Vorhaben gehöre zu den größten privaten Investitionen in Kunst und Kultur in Baden-Württemberg.

 

 

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