News aus Baden-Württemberg
Potenzielle Kunden von „Hofladentrams“ werden befragt

News aus Baden-Württemberg Potenzielle Kunden von „Hofladentrams“ werden befragt

Quelle: Uli Deck
dpa

Würden Sie für Lebensmittel aus der Region tiefer in die Tasche greifen, wenn die per Tram zu Ihnen gebracht werden? Zumindest Überlegungen für ein solches Projekt in Baden-Württemberg gibt es. Aber die Initiatoren wollen vorher die Meinung der Bürger wissen.

Damit Verbraucher und Verbraucherinnen einfacher an regionale Produkte kommen, könnten ausrangierte Stadtbahnen als Transportmittel dienen. Um herauszufinden, welche Bedürfnisse die Kunden haben, hat die Hochschule Offenburg noch bis Ende Januar eine Umfrage im Internet geschaltet. Darin will sie unter anderem wissen, um welche Tageszeit eine solche «Hofladentram» genutzt würde, welche Produkte interessant wären und wie viel mehr Geld für den Einkauf über dieses Angebot ausgegeben werden würde.

Die Ergebnisse der Marktanalyse sollen helfen, die Chancen auf Realisierung des Projekts zu erhöhen. Angedacht ist, dass eine ausgemusterte Stadtbahn zu festen Zeiten Waren von Hofläden zu Verkaufshaltestellen bringt. Bestellmöglichkeiten soll es über einen Webshop geben. Die im Internet georderten Produkte wie Obst, Gemüse und Getränke kann man sich dann abholen – oder sie werden mit einem in der Bahn mitgeführten Lastenrad an die Privatadresse geliefert. Auch Lebensmittelautomaten an Haltestellen sind Teil der Überlegung.

Die kommt von einer Projektgruppe aus Albtal-Verkehrs-Gesellschaft, landwirtschaftlichen Betrieben der Region sowie den Studiengängen Betriebswirtschaft/Logistik und Handel und Direktmarketing/E-Commerce der Hochschule Offenburg. Sie wollen die regionalen Produkte nachhaltig zu den Kunden bringen. Bislang vermarkten die Landwirte ihre Waren meist direkt auf dem eigenen Hof oder auf Wochenmärkten. Ein möglicher Probebetrieb der «Hofladentram» soll auf der Strecke Pfinztal, Karlsruhe, Albtal eingerichtet werden.

Die Umfrage zu den Kundenanforderungen ist Teil einer Bachelorarbeit von Maren Schmitt. «Es ist sehr motivierend, im Studium an realen Projekten zu arbeiten», sagte die Studentin laut einer Mitteilung der Hochschule. «Im besten Fall schließen wir so nicht nur unseren Bachelor erfolgreich ab, sondern können gleichzeitig noch regionale Landwirtinnen und Landwirte unterstützen.»

 

Weitere Nachrichten

Jahresbilanz: "Beispiellose Ausbreitung" - Sommerhitze nutzt der Tigermücke

Während heimische Plagegeister dieses Jahr kaum eine Chance hatten, eroberte ein früherer Exot so viele Kommunen im Südwesten wie nie zuvor. Was tun gegen den kleinen Blutsauger?

Fake-Kryptowährung: Durchsuchung auch in Karlsruhe - Ermittler pfänden Ferrari

Ein Ferrari, Datenträger und zahlreiche Beweismittel: Zwei Männer sollen mit einer Fake-Kryptowährung mehrere hunderttausend Euro eingenommen haben.

Ausgebüxt in Richtung Rennbahn - Polizei muss Rinder einfangen

Rund zehn ausgebüxte Rinder haben am frühen Sonntagmorgen in Iffezheim (Kreis Rastatt) einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Tiere waren gegen 7.00 Uhr auf einer Straße in Richtung der bekannten Galopprennbahn Iffezheim unterwegs, wie die Polizei mitteilte.

Forschungsprojekt: Spürhunde sollen Borkenkäfer in Wäldern erschnuppern

Borkenkäfer sind für Förster oft erst spät zu erkennen. In Baden-Württemberg sollen speziell trainierte Hunde verdächtige Bäume aufspüren – wie zuverlässig sind sie?

Erstmals seit 200 Jahren: Was der neue Luchsnachwuchs für Baden-Württemberg bedeutet

Erstmals seit 200 Jahren gibt es Luchsnachwuchs im Südwesten. In den vergangenen Monaten wurden vier Junge bei drei Weibchen nachgewiesen. Ein Fund im Südschwarzwald könnte auf Zuwanderung hindeuten.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 
















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.