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Protesttag an Kliniken – mit Auswirkungen für Patienten?

Nachrichten Protesttag an Kliniken – mit Auswirkungen für Patienten?

Quelle: Marijan Murat/dpa
dpa

Mit Einsparungen unter anderem bei den Krankenhäusern will die Bundesregierung die Finanzen der Krankenkassen stabilisieren. Kliniken und deren Mitarbeiter wollen das nicht hinnehmen.

Mit einem Protesttag wollen sich mehrere Kliniken in Baden-Württemberg gegen das geplante Sparpaket im Gesundheitswesen wehren. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sind am Donnerstag Versammlungen und Kundgebungen an Krankenhäusern in unter anderem Stuttgart, Tübingen, Karlsruhe und Emmendingen geplant. Auch die Zentren für Psychiatrie in Wiesloch und Weinsberg beteiligen sich an der Aktion. Vielerorts wird der Protest laut Verdi von den Beschäftigten und den Arbeitgebern gemeinsam getragen.

Größere Auswirkungen auf die Versorgung der Patienten dürften die Aktionen nicht haben. Die Veranstaltungen sollen meist nur etwa eine halbe Stunde oder eine Stunde dauern.

Mit den Aktionen wollen die Mitarbeiter und die Klinikbetreiber gegen das von der Bundesregierung geplante Sparpaket zur finanziellen Stabilisierung der Krankenkassen protestieren. Mit dem vom Kabinett auf den Weg gebrachten Paket sollen die gesetzlichen Krankenkassen 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlastet werden. Das soll ein erwartetes Defizit von 15,3 Milliarden Euro decken und erneute Anhebungen der Zusatzbeiträge verhindern.

Kliniken und Mitarbeiter schlagen Alarm

Geplant sind unter anderem Ausgabenbremsen bei Praxen, Kliniken und Pharmabranche – aber etwa auch höhere Zuzahlungen für Medikamente und Einschränkungen der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern.

Verdi befürchtet, dass die Sparpläne große Auswirkungen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat. Die Pläne sähen vor, dass Personalkosten reduziert würden. Das führe zu weniger Personal, mehr Belastung für die Beschäftigten und ein Absenken von Standards, teilte die Gewerkschaft mit.

Die Klinikbetreiber rechnen durch die Pläne mit einem massiven Anstieg der Defizite in den Krankenhäusern im Südwesten. Das sei nicht zu verkraften, hieß es von der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG).

 

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