Karlsruhe ist "Fahrradhauptstadt Deutschlands"
„Rad-Südtangente“: Planungsausschuss stimmt Ausbau von Radwegen zu

Karlsruhe ist "Fahrradhauptstadt Deutschlands" „Rad-Südtangente“: Planungsausschuss stimmt Ausbau von Radwegen zu

Quelle: dpa/Patrick Seeger

Gute Neuigkeiten für die Karlsruher Radler! Der gemeinderätliche Planungsausschuss der Stadt Karlsruhe hat einstimmig für den Ausbau von Radwegen votiert. Eine „Rad-Südtangente“ ist Planungsziel und Bestandteil der Radschnellverbindung „Ringroute“.

Planungsausschuss stimmt Ausbau von Radwegen zu

Nicht grundlos hat Karlsruhe im letzten Jahr den Titel „Fahrradhauptstadt Deutschlands“ im ADFC-Fahrradklima-Test errungen. Denn die Fächerstadt macht sich weiter stark für die Verbesserung des Fahrrad-Wegenetzes – wie zwei aktuelle Entscheidungen des gemeinderätlichen Planungsausschusses nun zeigen.

Einstimmig votierten die Mitglieder bei ihrer Juni-Sitzung für das Planungsziel „Rad-Südtangente“ als Bestandteil der Radschnellverbindung „Ringroute“. Die Ringroute führt ungefähr 26 Kilometer rund um Karlsruhe und ist Teil der „Machbarkeitsstudie Radschnellverbindungen Mittlerer Oberrhein“ des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein. Die südliche Hälfte der Route umfasst mehr als zwölf Kilometer, verläuft parallel zur Südtangente (K 9657) und heißt daher „Rad-Südtangente“, erklärt die Stadt in einer Pressemitteilung.

 

Fuß- & Radverkehrstunnel unter dem Schwarzwaldkreuz

Auf dieser Strecke ist auch ein Fuß- und Radverkehrstunnel unter dem Schwarzwaldkreuz in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium (RP). Sollte eine Förderung durch Bund und Land als Schnellweg bewilligt werden, steigt die Stadtverwaltung in die Planungen mit ein. Konkret werden Stadt und RP mit der Zustimmung des Ausschusses den östlichen Ast der Rad-Südtangente entsprechend der Qualitätsstandards von Radschnellverbindungen planen, so die Stadt.

Die erhoffte 87,5 Prozent Projekt-Förderung bedingt sich durch den Anschluss in Weiherfeld an die Radschnellverbindung nach Ettlingen. Außerdem betrifft die Route in Grünwinkel auf die Schnellverbindung nach Rastatt.

 

Hans-Thoma-Straße: Durchgehender Radstreifen

Ein weiterer Tagesordnungspunkt im Planungsausschuss, mit positivem Votum, handelte ebenfalls vom Zweiradverkehr: Im Zuge des IQ-Leitprojekts „Fahrradstadt Karlsruhe“ soll nämlich auf der Westseite der Hans-Thoma-Straße ein durchgehender Radfahrstreifen zwischen Binsenschlauchallee und dem Knotenpunkt Hans-Thoma-Straße/Waldstraße/Zirkel eingerichtet werden.

Dabei greift für den Busverkehr die Regelung „Linienverkehr frei“ von Willy-Andreas-Allee bis Bismarckstraße, um die Haltestelle „Linkenheimer Tor“ auch bei Rückstau anfahrbar zu halten, informiert die Stadt. Zur gleichen Zeit werden auch die Seitenräume verbreitert sowie drei weitere Querungsstellen für den Fuß- und Radverkehr eingeplant.

Der vorgesehene Radfahrstreifen wird durch die Ummarkierung eines Kfz-Fahrstreifens gewonnen – kompensiert durch ein neues Signalprogramm für die Fahrzeuge. Jetzt muss allerdings noch die Förderung als Routenteil des „RadNETZ-BW“ bewilligt werden. Das Radnetz soll bis zum Jahr 2025 zu 75 Prozent fertiggestellt sein. Eine bauliche Realisierung strebt die Stadtverwaltung im Doppelhaushalt 2022/2023 an.

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