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Regen entspannt Grundwasser-Lage in Baden-Württemberg

News Regen entspannt Grundwasser-Lage in Baden-Württemberg

Quelle: Marijan Murat/dpa
dpa

Nach einem angespannten Frühjahr verbessert sich die Lage an den Grundwassermessstellen. Welche Faktoren die Entwicklung beeinflussen und was das für die Versorgung mit Trinkwasser bedeutet.

Dank der Regenfälle in den vergangenen Wochen steigen die Grundwasserverhältnisse vielerorts. «Der nasse Herbstbeginn hat für eine Erholung der Bodenfeuchte und eine Stabilisierung der Grundwassersituation gesorgt», heißt es im aktuellen Bericht «Grundwasserstände und Quellschüttungen» der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW). «Die Niederschläge haben markante Anstiege in Gewässernähe, an zahlreichen Quellen sowie verbreitet im Schwarzwald und im mittleren Oberrheingraben bewirkt.» Der Trend könnte sich im Oktober fortsetzen.

 

Was für die Einschätzung eine Rolle spielt

Trotz der jüngsten Entspannung waren die Grundwasserverhältnisse zuletzt den Angaben nach an fast allen Messstellen im Land signifikant niedriger als im September 2024. Für die Bewertung berücksichtigt die Karlsruher Behörde die aktuelle Situation, setzt sie in Bezug zur bisherigen Entwicklung und erstellt Prognosen. Dabei werden Faktoren herangezogen wie Bodenfeuchte, meteorologische Daten wie Temperatur und Niederschläge sowie der bisherige saisonale gewässerkundliche Jahresverlauf der Messstellen.

 

Lage war noch vor wenigen Monaten angespannt

Drei von vier Messstellen lagen im Normalbereich, wie die LUBW erklärte. Der Neubildungsprozess habe im August eingesetzt und sei seither ununterbrochen weitergegangen. «Die Erhöhung der Bodenfeuchte im September dürfte diesen Prozessablauf festigen», hieß es. «Es bestehen aktuell gute Voraussetzungen für eine ergiebige Neubildung im weiteren Jahresverlauf.» Nach dem trockenen Frühjahr war die Lage laut der Behörde zur Jahresmitte angespannter gewesen als es in den beiden historischen Grundwassertrockenjahren 2003 und 2018.

Großräumige Engpässe in der Wasserversorgung seien aufgrund der momentanen Beobachtungen nicht zu erwarten, heißt es in dem Bericht weiter. 70 bis 75 Prozent des öffentlichen Trinkwassers in Baden-Württemberg stammen nach früheren LUBW-Angaben aus Grund- und Quellwasser.

 

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