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Regen setzt Zuckerrüben eher zu statt zu helfen

News Regen setzt Zuckerrüben eher zu statt zu helfen

Quelle: Marijan Murat/dpa
dpa

Trockenheit, Krankheiten und verspäteter Regen setzen den Zuckerrüben in Süddeutschland stark zu. Wie der Verband die Lage einschätzt und welche Folgen für die Anbauer entstehen.

Der lange ersehnte Regen der vergangenen Tage kommt für die Zuckerrüben viel zu spät – und ist nach Einschätzung des Verbandes Süddeutscher Zuckerrübenanbauer (VSZ) sogar misslich. «Die Rüben werden diesen Regen dann allein für ihre Regeneration nutzen und den bereits gebildeten Zucker zum Wachstum neuer Blätter verwenden», teilte der Verband im unterfränkischen Ochsenfurt mit. «Selbst ergiebige Niederschläge werden in den kommenden Wochen erwartete Ernteverluste nicht mehr ausgleichen können.»

Für Süddeutschland rechnet der VSZ mit einer historischen Missernte bis zum Totalausfall für einige Anbauer. «In besonders stark betroffenen Regionen wie dem Rhein-Main-Gebiet, Baden-Württemberg und Franken werden die Felder zum Teil kaum noch Ertrag bringen.»

Problem Trockenstress

Den Rüben machten in diesem Jahr neben der Trockenheit und Hitze auch Krankheiten wie Stolbur zu schaffen. Trockenstress schwäche die Widerstandskraft der Pflanzen gegen die Erreger. Durch die Krankheiten entwickelten die Rüben eine gummiartige Konsistenz und es sei deutlich weniger Zucker extrahierbar.

«2026 droht als eines der schwierigsten und bittersten Rübenjahre in die Geschichte des süddeutschen Zuckerrübenanbaus einzugehen», sagte Verbandschef Stefan Streng. «Selbst steigende Zuckerpreise können die Verluste nicht mehr ausgleichen.»

Tausende Betroffene

Der Verband Süddeutscher Zuckerrübenanbauer ist die Dachorganisation sieben regionaler Verbände und spricht nach eigenen Angaben für knapp 10.000 Rübenanbauer. Auf rund 100.000 Hektar bauen sie demnach Zuckerrüben an und beliefern sieben Fabriken. Das Gebiet erstreckt sich über die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Thüringen sowie über Teile Nordrhein-Westfalens, Sachsen-Anhalts und Brandenburgs.

 

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