News
RKI meldet Höchststand an Hitzetoten in Baden-Württemberg

News RKI meldet Höchststand an Hitzetoten in Baden-Württemberg

Quelle: Thomas Warnack/dpa
dpa

Hohe Temperaturen gehen oft mit mehr Sterbefällen einher. In diesem Jahr sind deswegen bereits so viele Menschen im Südwesten gestorben wie seit Jahren nicht mehr.

In Baden-Württemberg sind in diesem Sommer bereits so viele Menschen an den Folgen extremer Hitze gestorben wie in den letzten zehn Jahren nicht. Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) gab es bis zum 19. Juli 1.870 Hitzetote im Südwesten.

Dabei handelt es sich der Auswertung zufolge um einen Rekordwert für die vergangenen zehn Jahre. Ähnlich hohe Zahlen von Hitzetoten erfasste das RKI bislang nicht. Im ebenfalls sehr heißen und trockenen Jahr 2018 starben demnach bis zum gleichen Zeitpunkt 1.260 Menschen an den Folgen von Hitze. 2022 lag der Wert bei 1.150 Toten, im vergangenen Jahr bei 910. Besonders stark betroffen sind laut RKI ältere Menschen über 75 Jahren.

Nur in Nordrhein-Westfalen starben mehr

Mehr Hitzetote gab es der Auswertung zufolge in diesem Jahr bislang nur in Nordrhein-Westfalen. Dort weist das RKI 2.270 Hitzetote aus. Mit Blick auf die Einwohnerzahlen starben im Südwesten aber mehr Menschen als in Nordrhein-Westfalen. Auf 100.000 Einwohner gerechnet, starben in Baden-Württemberg 16,6 Menschen an den Folgen von Hitze. Eine höhere Quote gibt es nur im Saarland (33,0), in Rheinland-Pfalz (29,8) und in Hessen (21,5).

Patientenschützer fordern von der Politik wirksame Schutzmaßnahmen. «Es kann nicht sein, dass bei hunderten Milliarden Euro zusätzlicher Schulden durch Sondervermögen kein Geld für den Patientenschutz da ist», sagte Eugen Brych, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Es brauche 30 Milliarden Euro für Pflegeheime und Krankenhäuser. Zudem müssten Schutzvorkehrungen in den Ländern im Baurecht verankert werden.

Bundesweit geht das RKI von bislang 9.800 hitzebedingten Sterbefällen in diesem Jahr aus. Dazu zählen Fälle, in denen die Hitzeeinwirkung – etwa bei einem Hitzeschlag – den Tod unmittelbar ausgelöst hat. In den meisten Fällen führe jedoch eine Kombination aus Vorerkrankungen und Hitze zum Tod, hieß es. Auf dem Totenschein werde zumeist nicht die Hitze als Todesursache vermerkt. Daher stellt das RKI statistische Berechnungen zu den Hitzetoten an. Die Schätzung basiert unter anderem auf dem Monitoring der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes und Daten des Deutschen Wetterdienstes.

 

Weitere Nachrichten

Feuerwehreinsatz in Stutensee-Büchig – Menschen mit Kohlenmonoxid-Vergiftung in Klinik

Nach einem Feuerwehreinsatz in Stutensee-Büchig sind zwei Menschen mit Kohlenmonoxid-Vergiftungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Das teilte die Polizei Karlsruhe auf Anfrage am Sonntagabend, 25. Oktober 2026, mit.

Erstes Wochenende mit Schnee im Hochschwarzwald

Nachdem die Skipisten am Feldberg nach dem ersten Schnee diese Woche erst wieder grün wurden, sind sie nun wieder mit einer dünnen Schneeschicht belegt: Das weckt Freude auf die Skisaison.

Vom Straßenrand in den Napf: Unfallwild wird Tierheimfutter

Bei einer bundesweit einmaligen Kooperation wollen Jäger dem Reutlinger Tierheim verendete Rehe für die Hunde bringen. Was das mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Und welche Rolle Allergien spielen.

Rehe und Wildschweine: Wie man Wildunfälle vermeidet und was im Notfall zu tun ist

Rund 25.900 Wildunfälle gab es vergangenes Jahr in Baden-Württemberg, 262 Menschen wurden verletzt. Die Zeitumstellung verschiebt den Berufsverkehr in die Dämmerung - worauf es jetzt ankommt.

Sturmschaden: Zugverkehr am Hauptbahnhof Karlsruhe kurzzeitig eingestellt

Ein Gegenstand fliegt in die Oberleitung, Reisende berichten von «massivem Funkenschlag»: Am Karlsruher Hauptbahnhof stand der Zugverkehr zeitweise völlig still.

Vor der Weihnachtsbaum-Saison: So werden die Preise

Ab November werden die ersten Christbäume der Saison gefällt. Was der trockene Sommer vor allem im Süden für die Bäume bedeutet hat, was die beliebtesten Arten sind – und was sie kosten werden.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.