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Siebenjähriger bewirbt sich als städtischer Spielplatztester in Sinsheim

News Siebenjähriger bewirbt sich als städtischer Spielplatztester in Sinsheim

Quelle: /Stadt Sinsheim/dpa
dpa

Rutschen, Schaukeln, Trampoline – auf Spielplätzen testet Micha alles. Denn Kinder können das ja besser als Erwachsene, denkt er. Und bewirbt sich auf eine Stelle bei der Stadt als Spielplatzprüfer.

Auf die freie Stelle eines Spielplatzprüfers in Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) hat sich auch ein Siebenjähriger beworben. Spielplätze müssten aus seiner Sicht nicht nur sicher, sondern auch «richtig gut getestet» sein, schrieb Micha nach Angaben der Stadtverwaltung in seiner Bewerbung.

Der Zweitklässler hat eine klare Vorstellung davon, was ein Spielplatzprüfer tut: «Ich kriege gesagt, welchen Spielplatz ich prüfen muss», sagte Micha nach Angaben von Stadtsprecherin Melanie Wricke. «Und dann gehe ich hin, teste alles, fotografiere davor und danach und schreibe alles auf.»

 

Micha hat auch schon Gehaltsvorstellungen

Micha nennt sogar Gehaltsvorstellungen. Er hatte die Stellenausschreibung im Stadtanzeiger entdeckt und sich von seinem Vater bei der Bewerbung helfen lassen, wie Wricke erzählt. Formvollendet mit Anschreiben und Lebenslauf nannte der Junge einen Stundenlohn von 17 oder 18 Euro – für Tests an Rutschen, Schaukeln und Klettergeräten.

Prompt lud die Stadt ihn zum Vorstellungsgespräch ins Rathaus ein. Danach fuhr er mit Sitzerhöhung im städtischen Auto zur «alla hopp!»-Anlage, wo Micha in leuchtgelber Matschhose, Gummistiefeln und Warnweste seine Expertise zeigte. Gemeinsam mit zwei Profi-Prüfern testete er Kletterseile, Balancierstrecken, Schaukeln, Trampoline und Rutschen – und prüfte, ob Schrauben fest sitzen und Holzbalken schadhaft sind. Zuvor hatten mehrere Medien über den Besuch berichtet.

 

Der ideale Spielplatz hat viele Geräte

Für Micha ist der ideale Spielplatz klar definiert: «Viele Geräte.» Die 76 Anlagen in Sinsheim kenne er «ziemlich alle durch», sagt Papa. Kinder seien bessere Prüfer als Erwachsene, betont Micha gegenüber dem SWR: «Die wissen ja gar nicht, was wirklich Spaß macht.»

«Wenn jemand in diesem Alter Interesse an Stadtjobs zeigt, unterstützen wir das gerne», lobte Oberbürgermeister Marco Siesing. Montag geht’s für Micha erst einmal zurück in die Schule.

 

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