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13 Tiere tot in Wohnung: Horror-Schlangenhaltung in Baden-Württemberg entdeckt

News 13 Tiere tot in Wohnung: Horror-Schlangenhaltung in Baden-Württemberg entdeckt

Quelle: /Stadt Stuttgart/dpa

In Stuttgart entdecken Behörden 47 Riesenschlangen in katastrophalem Zustand – viele sind bereits tot, wie viele überleben werden, ist unklar. Münchner Experten kommen zu Hilfe.

Behörden haben 13 tote Tiere in einer katastrophalen Haltung von Riesenschlangen in Stuttgart gefunden. Den Angaben nach sind 34 weitere krank und ausgehungert. Experten der Reptilien-Auffangstation München holten die Schlangen ab und versorgen sie nun, wie es in einer Mitteilung hieß. Ein Tier musste dort jedoch schon eingeschläfert werden.

Nach einem Hinweis kontrollierten die Veterinärbehörde und die Naturschutzbehörde am Dienstag unangekündigt eine Wohnung. Schon vor dem Haus roch es laut Stadt nach Verwesung. Im Haus selbst fanden sie insgesamt 47 Riesenschlangen, das größte der toten Tiere war 1,60 Meter lang.

Die überlebenden Schlangen waren den Angaben zufolge abgemagert und lethargisch. Die Behörden ordneten die Fortnahme an. «Wegen des Verdachts auf Straftaten gegen den Tier‐ und Artenschutz hat die Stadt die Polizei hinzugezogen und bringt den Fall zur Anzeige», heißt es in der Mitteilung der Stadt. Die Leiterin der Veterinärbehörde des Stuttgarter Ordnungsamtes spricht vom gröbsten Verstoß seit Jahren im Umgang mit Reptilien.

Von den Experten aus München hieß es, es sei nicht abzusehen, wie viele der Tiere überhaupt überleben werden. «Die Schlangen sind pergamentartig ausgetrocknet», hieß es weiter. «Sie haben sich auf die bereitgestellten Wasserschalen regelrecht gestürzt und verlassen sie gar nicht mehr», so der Leiter der Auffangstation Markus Baur. Hinzu kämen teilweise Narben, Verletzungen oder Abszesse. Praktisch alle eingelieferten Patienten litten unter hochgradigem Parasitenbefall.

 

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