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Solar-Ausbau in Baden-Württemberg geht leicht zurück

News Solar-Ausbau in Baden-Württemberg geht leicht zurück

Quelle: Patrick Pleul
dpa

Weniger neue Solaranlagen auf Dächern, mehr auf Freiflächen: Warum der Solar-Ausbau im Südwesten 2025 ins Stocken gerät und welche Pläne für die Förderung auf Kritik stoßen.

Der Ausbau der Solarenergie im Südwesten ist 2025 ins Stocken geraden. Im vergangenen Jahr installierten Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen nach vorläufigen Zahlen insgesamt 2.060 Megawatt an neuer Leistung, wie das Solar Cluster Baden-Württemberg in Stuttgart mitteilte. 2024 waren es noch 2.251 Megawatt.

Energieministerin Thekla Walker (Grüne) sagte, Baden-Württemberg stehe bundesweit auf dem zweiten Platz beim Ausbau der Solarenergie. Damit setze man ein starkes Zeichen und zeige, welches Potenzial in der Photovoltaik stecke.

Zugenommen hat im vergangenen Jahr die zugebaute Leistung von Photovoltaik auf Freiflächen. Sie stieg um 25 Prozent auf mindestens 673 Megawatt. Rückläufig war dagegen der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Gebäuden. Er ging von 1.711 Megawatt im Jahr 2024 auf 1.388 Megawatt im Jahr 2025 zurück, wie das Umweltministerium mitteilte.

Diese Entwicklung ist unter anderem im Zusammenhang mit neuen Regelungen für Neuanlagen bei negativen Strompreisen zu sehen, die seit Anfang 2025 greifen. Denn Betreiber neuer Solaranlagen erhalten in diesen Zeiten keine Einspeisevergütung mehr für ihren Solarstrom.

 

Plan von Reiche zur Solarförderung in der Kritik

In Baden-Württemberg sind nun nach Angaben des Solar Clusters Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von insgesamt rund 14,6 Gigawatt installiert. Rein rechnerisch könnten sie rund vier der 5,2 Millionen Haushalte im Land mit Strom versorgen. Das Solar-Cluster Baden-Württemberg vertritt und vernetzt eigenen Angaben zufolge rund 70 Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Land.

Kritisch sehen das Netzwerk und das Umweltministerium das Vorhaben von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die neue kleine Solaranlagen künftig nicht mehr staatlich fördern will, weil sie sich für die Verbraucher rechneten. Beschlossen ist das aber in der Koalition noch nicht. Wer Solarstrom auf seinem Dach erzeugt und in das Netz einspeist, erhält 20 Jahre lang pro Kilowattstunde einen festen Betrag.

 

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