News
Glättegefahr, Orkanböen und Schneeverwehungen im Südwesten

News Glättegefahr, Orkanböen und Schneeverwehungen im Südwesten

Quelle: Uwe Anspach/dpa
dpa

Nicht so krass wie im Norden Deutschlands, aber Sturmtief «Elli» ist auch in Baden-Württemberg zu spüren. Der Wetterdienst spricht von einem «abnormalen» Temperaturverlauf. Das hat Folgen.

Wegen Sturmtief «Elli» müssen die Menschen in Baden-Württemberg mit Glätte, Schneeverwehungen, Sturm- und Orkanböen rechnen. Im Laufe des Tages gehen Schneefall und Schneeregen Schritt für Schritt in Regen über, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte. Spätestens nach Mitternacht soll es dann überall regnen, teils kräftig.

Gerade beim Übergang vom Schnee zu Regen könne es glatt werden. Von verbreitet gefrierendem Regen sei aber nicht die Rede, sagte der Fachmann – oder dass sich größere Eispanzer bilden.

In einer Vorabinformation für den Regierungsbezirk Tübingen wies der DWD allerdings auf eine «Wetterlage mit hohem Unwetterpotential» hin. Ab dem Abend seien Einschränkungen im Schienen- und Straßenverkehr möglich.

 

Nachts wird es wärmer

Hintergrund sei ein «abnormaler» Temperaturverlauf, erklärte der Experte: Statt kälter soll es in der Nacht auf Freitag wärmer werden. Der DWD erwartet bis zum Morgen einen Temperaturanstieg mit Werten von bis zu 8 Grad im Oberrheingraben und 2 Grad im Hochschwarzwald.

Der Sturm wird im Laufe der Nacht laut der Prognose zunehmend ein Thema: Selbst im Tiefland seien Windböen mit einer Geschwindigkeit um 50 und 60 Kilometern pro Stunde möglich. Im Bergland würden Sturmböen um 75, im Hochschwarzwald schwere Sturmböen bis 90 km/h erwartet. Auf den Hochlagen im Schwarzwald seien Orkanböen bis 130 Stundenkilometer drin.

 

Gewitter, «markante Neuschneezuwächse» und Verwehungen

Stürmischer Wind bleibe auch tagsüber Thema, sagte der DWD-Meteorologe. Von Skifahren zum Beispiel sei eher abzuraten. Auch im Tiefland sind nach DWD-Angaben zeitweise Sturmböen bis 80 km/h angekündigt.

Immer wieder ziehen laut der Vorhersage Schauer durch, die im höheren Bergland zunehmend als Schnee fallen. Hier und da könnte es zudem tagsüber kurz gewittern. Die Höchstwerte liegen nach Angaben der Fachleute zwischen 3 und 8 Grad. Am südlichen Oberrhein seien bis zu 10 Grad möglich.

In der Nacht auf Samstag seien im höheren Bergland schwere Sturmböen und Schneeverwehungen möglich. Im Tagesverlauf soll sich dann wieder Schnee ausbreiten. Vor allem im Schwarzwald und an der Ostalb seien «markante Neuschneezuwächse» wahrscheinlich.

«Wie schnell und wie stark es schneit lässt sich noch nicht genau sagen», erklärte der Fachmann. Dafür seien die Modelle noch zu unterschiedlich.

 

Sonntag weitgehend trocken bei Dauerfrost

Die Temperaturen sollen höchstens minus 1 Grad im Bergland und bis plus 5 Grad im Flachland erreichen. Der Wind bleibe vor allem in Hochlagen ein Thema, wo schwere Sturmböen und Schneeverwehungen drohten.

In der Nacht zum Sonntag fällt voraussichtlich weiter bis in tiefste Lagen Schnee. Glätte ist weiter ein Thema. Die Temperaturen sollen dann wieder unter null sinken – auf Tiefstwerte zwischen minus 2 Grad am Rhein und minus 10 Grad auf der Frankenhöhe. In hohen Lagen seien noch starke bis stürmische Böen aus West und Schneeverwehungen möglich, teilte der DWD mit.

Am Sonntag soll der Schneefall dann im Bergland und Allgäu nachlassen. Darüber hinaus bleibe es meist trocken. Die Temperaturen erreichen den Angaben nach Höchstwerte von bis zu plus 1 Grad im Breisgau. Ansonsten gebe es verbreitet Dauerfrost bei bis zu minus 7 Grad auf der Alb.

 

Weitere Nachrichten

Verlängerung der Maßnahme: Stallpflicht für Geflügel am Rhein bleibt

Im Dezember wurden erstmals weniger Fälle von Vogelgrippe festgestellt. Allerdings geben die Experten noch keine Entwarnung: Es werden weiter infizierte Tiere gefunden.

Laut Prognose: Kalter Winter treibt Heizkosten nach oben - Karlsruhe mit größtem Kostenanstieg

Kälterer Winter, höhere Heizkosten: In Baden-Württemberg fällt der Anstieg 2025 einer Prognose zufolge am höchsten aus. Was kommt da auf die Geldbeutel der Menschen zu?

Studie zu Trauma-Hilfe für Geflüchtete: Alarmierende Lücken

Viele Geflüchtete sind traumatisiert – doch in Baden-Württemberg fallen sie oft durchs Raster. Hilfe gibt es oft erst nach Monaten oder gar nicht. Eine neue Studie zeigt, wie groß die Lücken sind.

Motorradfahrer rast Polizei auf A5 bei Bruchsal davon

Mit riskanter Fahrweise fällt ein Motorradfahrer auf der A5 auf. Die Polizei verfolgt ihn – doch er denkt nicht daran anzuhalten.

Teenager aus Bruchsal wird vermisst: Er wollte wohl nach Sizilien radeln

Ein Junge aus Bruchsal fährt morgens zur Schule. Dort kommt er nicht an. Nun fahndet die Polizei nach ihm - und vermutet einen abenteuerlichen Tourenplan.

Gute Nachrichten aus Brüssel: Karlsruhe behält EUROPE DIRECT-Zentrum

Das Regierungspräsidium Karlsruhe führt das EUROPE DIRECT-Zentrum bis zum Jahr 2030 fort und bleibt damit der regionale Ansprechpartner für alle Fragen rund um Europa, das geht aus einer Pressemitteilung hervor.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.