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Licht statt Munition – Polizei übt Einsätze mit Lasern

News Licht statt Munition – Polizei übt Einsätze mit Lasern

Quelle: Katharina Kausche/dpa
dpa

Laser-Module und Sensorwesten sollen das Schießtraining für Polizisten im Land flexibler gestalten – und günstiger machen. Wie genau das funktioniert.

Keine Munition, kein Helm und keine Farbe: Polizisten in Baden-Württemberg können künftig mit einem neuen Lasersystem für Einsätze üben. Insgesamt 180 solcher lasergestützten Schießtrainingssysteme sollen an die Polizeipräsidien im Land verteilt werden.

Und so funktioniert das Training: An den Übungswaffen der Polizisten werden Laser-Module angebracht, die Gegenüber tragen Westen mit Sensoren. Sobald die Polizisten abdrücken, sendet der Laser einen Lichtimpuls, der wiederum von Sensoren an einer Weste erkannt wird.

Polizistinnen und Polizisten würde jeden Tag «ein hohes persönliches Risiko» eingehen, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) bei der Übergabe des Systems an das Polizeipräsidium Stuttgart. Es sei ihm deshalb ein Anliegen, dass sie optimal ausgerüstet seien. «Zur Ausrüstung gehören natürlich optimale Trainingsmöglichkeiten. Auch für Polizistinnen und Polizisten gilt, was ich so oft sage: Üben, üben, üben.»

 

Keine teuren Farbflecken

Mit der neuen Technik sind laut Ministerium realitätsnähere Übungen möglich – auch außerhalb der Schießstätten. So könnte die Polizei etwa in Bahnhöfen, Schulen oder Flughäfen trainieren. Bisher habe man für realitätsnahe Übungen mit dem sogenannten Farbmarkierungstraining gearbeitet und auch dann nur mit strengen Regeln für die Trainingsräume. Dabei schießen die Polizisten mit Farbpatronen, die nicht nur teuer sind, sondern auch Flecken hinterlassen. Außerdem müssen die Beamten spezielle Schutzausrüstung tragen – etwa einen Helm. Beim Training mit dem neuen System können die Beamten dagegen ihre normale Einsatzkleidung tragen.

Ab Ende April sollen landesweit 180 Systeme an die Polizeipräsidien verteilt werden. Die insgesamt 1,8 Millionen Euro Kosten dafür kommen aus dem Sicherheitspaket, auf das sich die grün-schwarze Landesregierung 2024 geeinigt hatte.

 

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