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Spargel wohl ab Mitte März: 2025 „kein superfrüher Start“

News Spargel wohl ab Mitte März: 2025 „kein superfrüher Start“

Quelle: Uli Deck
dpa

Genießer erwarten sehnsüchtig den ersten Spargel. Doch in diesem Jahr müssen sich Spargelliebhaber noch etwas gedulden.

Spargel aus Baden-Württemberg wird es in diesem Jahr verbreitet wohl frühestens Mitte März geben. Der Winter sei so kalt wie 2017 nicht mehr, die Böden entsprechend gut gefroren gewesen, sagte Simon Schumacher, Geschäftsführer beim Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer. Dazu sei das Wetter zuletzt durchwachsen gewesen mit wenig Sonne.

Die Sonne sei aber notwendig, um die Folientunnel über dem Spargel aufzuheizen und so das Wachstum der Spargelpflanzen anzuregen. «Deswegen glaube ich, dass es kein superfrüher Start werden wird», sagte Schumacher mit Blick auf den erwarteten Saisonbeginn. Frühestens sei Mitte, Ende März in den besten Lagen wie in den Regionen um Heidelberg, Karlsruhe und Bruchsal mit Spargel zu rechnen. «Das kommt jetzt extrem aufs Wetter an.»

Tonige Böden in Südbaden, sandige Böden in Nordbaden

In Südbaden seien die Böden schwer und tonig und erwärmen sich demnach nicht so schnell. Dafür sind dort die Temperaturen höher als in Nordbaden. Dort gebe es allerdings sandige Böden, die sich schneller erwärmten, sagte Schumacher.

Die Spargelbauern schauen laut Verband optimistisch auf die Saison. «Wir sind guter Dinge, die Landwirte auch», sagte Schumacher. Wenn man auf die Zahlen blicke, wie viel Urlaub die Verbraucher buchten und sich ein bisschen Luxus gönnten, dann zeige das, dass es den Menschen doch noch gut gehe. «Das ist wichtig für die Stimmung – dass sie sich dann was Gutes, Gesundes gönnen», sagte Schumacher. Spargel ist in der Regel deutlich teurer als viele andere Gemüsesorten.

Rund 1.300 Spargelbetriebe in Deutschland

Laut Verband gibt es in Deutschland rund 1.300 Spargelbetriebe, davon mehr als 200 in Baden-Württemberg. Rund 10 bis 15 Prozent des geernteten Spargels ist grüner Spargel, der überwiegende Teil ist weißer Spargel. Die Zahlen sind demnach rückläufig, weil viele Betriebe aufhörten. Die Spargelernte sei personalintensiv und die Personalkosten stiegen stetig, sagte Schumacher.

 

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