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Störungen im Schutzgebiet? Das Wanderfalkenpaar hat seinen Nachwuchs verloren

News Störungen im Schutzgebiet? Das Wanderfalkenpaar hat seinen Nachwuchs verloren

Quelle: Pixabay

Das Wanderfalkenpaar im Bannwald „Battert“ und Naturschutzgebiet „Battertfelsen beim Schloß Hohenbaden“ hatte in der Brutsaison 2026 erneut gebrütet. Im April waren die Elterntiere regelmäßig bei der Fütterung der Jungvögel zu beobachten – nun nicht mehr.

Vermutung eines Brutverlustes bestätigt

Drei Tage vor dem geplanten Beringungstermin der Arbeitsgemeinschaft Wanderfalkenschutz Baden-Württemberg im Naturschutzbund Deutschland e.V. und der Höheren Naturschutzbehörde im Regierungspräsidium Karlsruhe stellte die ehrenamtliche Brutplatzbetreuerin fest, dass keine Fütterungen mehr stattfanden.

Bei der Beringung bestätigte sich die Vermutung eines Brutverlustes, heißt es in einer Pressemeldung. Die maximal 20 Tage alten Jungvögel sind nicht mehr im Horst – lediglich Kotspuren sowie Reste eingetragener Beutetiere zeugten noch von ihrer vorherigen Anwesenheit, wird weiter erklärt.

 

Mögliche Nachbrut & Störungen im Schutzgebiet

Die Ursache für den Verlust könne nicht festgestellt werden. Es gäbe weder Hinweise auf Prädation, noch seien Kadaver gefunden worden, heißt es.

Das Wanderfalkenpaar zeige zwischenzeitlich allerdings erneut deutliches Balzverhalten. Es habe auch eine neue Brutmulde in der Nähe des alten Horstes angelegt. Eine sogenannte Nachbrut sei beim Wanderfalken als selten – aber grundsätzlich möglich, so die Experten.

Sorge bereiten allerdings Störungen im Schutzgebiet:

Während der bisherigen Brutsaison seien vermehrt unerlaubte Drohnenflüge im Bereich der Battertfelsen und des Alten Schlosses gemeldet worden. Zudem würden sich vereinzelt Personen illegal auf dem gesperrten Felskopf der Badener Wand aufhalten.

Das Regierungspräsidium Karlsruhe bittet eindringlich darum, die bestehenden Sperrungen und Einschränkungen der Schutzgebiete konsequent einzuhalten: „Gerade in sensiblen Brutzeiten benötigen die Tiere ungestörte Rückzugsräume. Nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme gelingt ein dauerhaftes Miteinander von Mensch und Natur“

 

 

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