News aus Baden-Württemberg
Studie: Hohe Preise belasten Autobesitzer in Deutschland

News aus Baden-Württemberg Studie: Hohe Preise belasten Autobesitzer in Deutschland

Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild
dpa

Ob neu oder gebraucht: Autos werden hierzulande immer teurer, wie eine aktuelle Studie zeigt. Autobesitzer sorgen sich darum, ob sie sich ihren Wagen künftig noch leisten können.

Jeder zweite Autobesitzer in Deutschland hat einer Studie zufolge angesichts aktueller Entwicklungen Angst, sich sein Auto bald nicht mehr leisten zu können. 2022 habe im Zeichen hoher Kosten gestanden, teilte die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) am Donnerstag anlässlich der Vorstellung ihres jährlich erscheinenden Branchenreports mit. Das Unternehmen verwies dabei auf «hohe Anschaffungspreise, Kraftstoffpreise und die Inflation».

Von den Befragten gaben zudem 13 Prozent an, 2022 einen Autokauf geplant zu haben, der aber nicht stattgefunden habe. Als Gründe wurden am häufigsten hohe Preise und Spardruck angegeben. Laut DAT wurden für die Studie repräsentativ mehr als 4600 Endverbraucher von einem Marktforschungsinstitut befragt.

Die Kaufpreise zogen laut der Studie im vergangenen Jahr erneut kräftig an. Im Durchschnitt wurden 2022 für einen Gebrauchtwagen 18.800 Euro fällig. Das war ein Anstieg von 19,4 Prozent, 2021 lag der durchschnittliche Transaktionspreis noch bei 15.740 Euro. Der Durchschnittspreis bei Neuwagen stieg 2022 um 5000 Euro auf 42.790 Euro, was einem Anstieg von 13,2 Prozent entspricht.

Schnäppchen werden demnach immer seltener. 2019, also im Jahr vor dem Beginn der Corona-Pandemie, wurden noch 44 Prozent der Gebrauchtwagen unter 10.000 Euro gekauft. Nur knapp jeder vierte Gebrauchte kostete mehr als 17.500 Euro. Im vergangenen Jahr habe sich die Situation gedreht: Nur noch 23 Prozent der Gebrauchtwagen kosteten weniger als 10.000 Euro. Hingegen lag fast die Hälfte (46 Prozent) im Schnitt bei einem Preis über 17.000 Euro.

Eine deutliche Verschiebung des Preisniveaus zeigte sich auch bei den Neuwagen. Rund zwei Drittel der Käufe lagen hier 2022 bei mehr als 35.000 Euro. Zum Vergleich: 2018 waren es noch ein Drittel. Unter 15.000 Euro fanden hier im vergangenen Jahr so gut wie keine (1 Prozent) Käufe mehr statt. 2018 kauften in dieser Preisklasse noch 14 Prozent der Befragten einen Neuwagen.

 

Weitere Nachrichten

Wird "Drug Checking" in Baden-Württemberg erlaubt?

Von Karlsruhe aus verbreitet sich eine Warnung vor der gefährlichen Designer-Droge Cychlorphin. «Drug Checking» könnte helfen, Substanzen zu bestimmen. Doch Baden-Württemberg hinkt hier hinterher.

Konjunktur-Stimmung im Handwerk: Viele warten auf bessere Zeiten

Viele Handwerksbetriebe hoffen auf ein Licht am Ende des Tunnels. Wer besonders optimistisch bleibt – und wo das Stimmungsbarometer überraschend steigt.

Kriminelle Ausländer: Migrationsstaatssekretär fordert Druck auf Heimatstaaten

Das Land will mehr Kriminelle nach Syrien abschieben - bislang ist aber nur einmal ein Straftäter ins Flugzeug gesetzt worden. Das liegt nicht zuletzt auch am Bund, meint der Migrationsstaatssekretär.

Feuerpause im Streit um den Wolf? Richter bitten um Aufschub

Es ist ein Hin und Her im Streit um den Abschuss eines Wolfs im Nordschwarzwald. Bis Mitte Februar dürfte die Entscheidung über den «Hornisgrinde-Wolf» nun ruhen. Warum das?

Neue Designer-Droge im Raum Karlsruhe entdeckt: Was man dazu wissen muss

Cychlorphin gilt als hochpotente synthetische Droge: Schon kleine Mengen können zu schweren Vergiftungen führen. Was Fachleute zu Risiken und Schutzmaßnahmen sagen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.