News aus Baden-Württemberg
Studie: Sexuelle Belästigung Jugendlicher online ein Problem

News aus Baden-Württemberg Studie: Sexuelle Belästigung Jugendlicher online ein Problem

Quelle: Sebastian Gollnow
dpa

Jugendliche werden im Internet laut einer Jugendstudie häufig mit Fake-News, sexueller Belästigung und Beleidigungen konfrontiert.

«Jedes dritte Mädchen und jeder vierte Junge wurde 2023 im Netz schon einmal sexuell belästigt», teilte der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest am Mittwoch mit. Für die repräsentative Studie «Jugend, Information, Medien» (JIM-2023) wurden 1200 Jugendliche in ganz Deutschland im Alter zwischen 12 und 19 Jahren befragt.

23 Prozent der zwischen 30. Mai und 9. Juli 2023 Befragten seien zudem im Monat vor der Erhebung ungewollt mit pornografischen Inhalten konfrontiert worden. Marc Jan Eumann, Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz und Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM), betonte: «Pornos sind kein Kinderprogramm». Anbieter von Pornografie müssten verlässliche Alterskontrollen durchführen.

Einen Kontakt mit Fake-News bejahten demnach 58 Prozent der befragten Jugendlichen. Hierzu gehörten demnach extreme politische Ansichten, Verschwörungstheorien und Hass. «Die hohe Konfrontation mit Falschinformationen und Hassbotschaften bei Jugendlichen ist alarmierend», sagte hierzu Wolfgang Kreißig, Präsident der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und Vorsitzender der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM).

Neben der Mediennutzung war auch das Interesse Jugendlicher an Politik und Gesellschaft Teil der JIM-2023. Zwei Drittel haben den Ergebnissen zufolge grundsätzlich Interesse am aktuellen Weltgeschehen, 63 Prozent am Thema Klimawandel und 54 Prozent am Krieg in der Ukraine. Ihre Infos bekommen Jugendliche ihren Antworten nach am häufigsten auf altmodischem Weg: 63 Prozent nannten demnach Gespräche in der Familie, jede und jeder Zweite verwies auf Freunde, Fernsehen oder Radio als Informationsquelle. Social Media Plattformen dienen demnach dagegen nur für jeden Dritten Jugendlichen als Anlaufstelle für derartige Infos.

Zum Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest gehören der Mitteilung zufolge die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Medienanstalt Rheinland-Pfalz, in Zusammenarbeit mit dem SWR.

 

Weitere Nachrichten

Nach Kritik: Telekom hat Tübinger Telefonzellen abgebaut

2023 stellte die Telekom ihre bundesweit letzten 12.000 öffentlichen Telefone ab. Doch mancherorts blieb der Elektroschrott stehen. Das empörte Tübingens Rathauschef. Nun hat sich etwas getan.

Saisonbeginn: Wo es Mitte April die ersten Erdbeeren gibt

Nach dem Spargel warten Verbraucher, die auf regionale Kost setzen, sehnsüchtig auf den Beginn der Erdbeersaison. Experten sagen: Den Pflanzen geht es trotz der Kälte zuletzt gut.

22-jährige Autofahrerin stirbt bei Unfall in Ubstadt-Weiher

Schwerer Unfall am Abend: Eine junge Autofahrerin missachtet wohl die Vorfahrt eines anderen Wagens – ein Zusammenstoß endet tödlich.

Unbekannte schlachten drei Ziegen auf Weide im Enzkreis

Grausamer Fund am Ostermontag auf einer Weide bei Mühlacker. Drei Tiere sind weg - und nur noch Schlachtabfälle von ihnen übrig.

Mogeln statt Büffeln: So oft wird in Fahrschulen betrogen

Der Weg zum Führerschein ist mühsam. Zahllose Theoriefragen - und am Ende stehen viele Neulinge mit leeren Händen da. Für den Erfolg wird manch einer zum Betrüger. Kriminelle machen damit Kasse.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.