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Saisonbeginn: Wo es Mitte April die ersten Erdbeeren gibt

News Saisonbeginn: Wo es Mitte April die ersten Erdbeeren gibt

Quelle: Uli Deck
dpa

Nach dem Spargel warten Verbraucher, die auf regionale Kost setzen, sehnsüchtig auf den Beginn der Erdbeersaison. Experten sagen: Den Pflanzen geht es trotz der Kälte zuletzt gut.

Mitte April rechnen Experten mit dem Beginn der Erdbeersaison im Südwesten. «Wir rechnen um den 20. April mit ersten nennenswerten Mengen», sagt Simon Schumacher, Geschäftsführer des Verbandes Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE).

«Bis jetzt spricht nichts gegen eine gute Qualität, aber diese hängt von der Witterung ab.» Die früheste Region sei dabei Oberkirch im Ortenaukreis. «Hier gibt es erfahrungsgemäß die ersten Erdbeeren.»

Die Preise zum Saisonbeginn lassen sich laut VSSE und der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft noch nicht abschätzen. Diese hingen sowohl vom Wetter als auch von Angebot und Nachfrage ab, sagt Schumacher.

Frostnächte können Erdbeerpflanzen gefährlich werden

Die Erdbeerpflanzen im Hochtunnel stehen laut Schumacher gerade in der Blüte. Das Wachstum verlangsame sich infolge der niedrigen Temperaturen und wenigen Sonnenstunden, sagt der Experte.

Zuletzt gab es auch noch Frost in den Nächten, wodurch Erdbeerblüten Schäden erlitten haben könnten. Wenn der Frostschutz, unter anderem mit einer Vliesabdeckung, gut funktioniere, dann hätten die niedrigen Temperaturen keine negativen Auswirkungen auf die Menge der Erdbeeren, sagt Schumacher.

Statistik: Zahl der Erdbeeranbauer geht seit Jahren zurück

Die Zahl der Anbauer von Erdbeeren in Baden-Württemberg geht seit Jahren deutlich zurück: So wurden laut Statistischem Bundesamt 2025 noch 393 Betriebe im Südwesten gezählt – 32,4 Prozent weniger als 2015.

Der Anbau verlagert sich immer mehr vom Freiland in den geschützten Anbau wie unter Folientunneln. Der Ertrag der Fläche im geschützten Anbau liegt laut VSSE generell deutlich über dem im Freiland: Er kann mehr als doppelt so hoch sein. Die Ernte beim geschützten Anbau sei weniger vom Wetter abhängig, zudem müsse weniger Personal eingesetzt werden, sagt Schumacher. Die Ernte sei auch körperlich angenehmer, weil im Stehen geerntet werden kann.

 

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