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Dieser Landkreis ist bei der Geburtenrate im Land spitze

News Dieser Landkreis ist bei der Geburtenrate im Land spitze

Quelle: Annette Riedl
dpa

Die Geburtenrate im Land ist niedrig – doch die regionalen Unterschiede sind groß. Wo die Ausreißer liegen und was mögliche Hintergründe sind.

Der Landkreis Rottweil hat im vergangenen Jahr die höchste Geburtenrate im Südwesten gehabt. Dort liegt die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau bei 1,71, wie das Statistische Landesamt in Fellbach mitteilte. Die regionalen Unterschiede sind demnach groß. Die niedrigste Geburtenrate in Baden-Württemberg hat demnach die Stadt Heidelberg mit 0,97.

Grundsätzlich sank die Geburtenrate im Südwesten auch im vergangenen Jahr – auf 1,35. Die landesweite Geburtenrate ist laut der Mitteilung mit der drittgeringste Wert, der seit der Aufzeichnung erfasst wurde. Der gleiche Wert wurde demnach bereits 2009 erfasst, nur zwei Mal lang die Geburtenrate noch darunter – 1985 mit 1,32 und 2006 mit 1,34.

Land-Stadt-Gefälle weiterhin vorhanden

Die Gründe für die regionalen Unterschiede sind laut Statistischem Landesamt vielfältig. «Auffällig ist weiterhin ein traditionelles, wenn auch nicht mehr flächendeckendes ‚Land-Stadt-Gefälle’», heißt es dazu in der Mitteilung. Meistens sei die Geburtenrate in ländlich geprägten Regionen höher als in städtischen Gebieten. Landesweit auf Platz zwei liegt demnach der Landkreis Göppingen mit einer Geburtenrate von 1,53 Kindern pro Frau im Schnitt.

«In Hochschulstandorten wie Heidelberg und Freiburg ist die Geburtenziffer besonders niedrig, weil dort viele jüngere Frauen leben, bei denen Studium und Berufseinstieg im Vordergrund stehen und deshalb (noch) keine Familiengründung geplant ist», heißt es weiter. So liegt Freiburgs Geburtenrate bei 1,05.

Einfluss habe zudem der regional unterschiedliche Anteil an ausländischen Frauen. Landesweit lag die Geburtenrate bei ausländischen Frauen mit 1,68 demnach deutlich über dem der deutschen Frauen mit 1,26.

 

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