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Cybercrime-Zentrum in Karlsruhe klagt Mann wegen sexuellen Missbrauchs an

News Cybercrime-Zentrum in Karlsruhe klagt Mann wegen sexuellen Missbrauchs an

Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/Illustration
dpa

Ein Mann soll im Netz Mädchen kontaktiert haben. Er schickt ihnen von sich selbst erstellte pornografische Inhalte – und bringt sie dazu, ihm ebenfalls solche zu schicken. Welche Strafe ihm droht.

Ein 32-Jähriger aus der Nähe von Heidelberg soll über das Internet mehr als 20 Mädchen dazu gebracht haben, ihm von sich selbst angefertigte pornografische Inhalte zu übersenden. Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg hat Anklage unter anderem wegen des Verdachts des mehrfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern gegen den Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis erhoben, wie das Zentrum mitteilte.

Die Opfer im Alter von 8 bis 13 Jahren kommen laut dem Landgericht Heidelberg aus ganz Deutschland. Das Verfahren am Landgericht soll demnach am 6. Juli beginnen.

Er spielte den Mädchen vor, selbst Jugendlicher zu sein

Laut der Mitteilung steht der Mann im Verdacht, zwischen 2023 und 2025 zahlreiche Mädchen unter 14 Jahren über Messenger-Dienste kontaktiert zu haben. Dem Landgericht Heidelberg nach waren dies unter anderem Whatsapp und Snapchat. Ziel sei gewesen, kinderpornografische Inhalte zu erhalten. Dabei habe er den Mädchen vorgespielt, er sei selbst Jugendlicher oder Heranwachsender, hieß es weiter.

Dann habe er die Mädchen dazu aufgefordert, ihm von sich selbst erstellte pornografische Inhalte zuzuschicken. Um dies zu erreichen, habe der Mann von sich selbst erstellte pornografische Inhalte an die Mädchen geschickt, vor allem Videos, wie das Landgericht mitteilte. Schließlich hätten insgesamt 21 Mädchen dem heute 32-Jährigen von sich selbst angefertigte kinderpornografische Fotos und Videos übersandt. In einem weiteren Fall sei es beim Versuch geblieben.

Dem Mann drohen bis zu zehn Jahre Haft

Der Mann ist auch wegen der Herstellung von kinderpornografischen Inhalten in mehreren Fällen angeklagt, wie das Cybercrime-Zentrum mitteilte. Er wurde demnach im vergangenen November vorläufig festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Ihm werden laut Landgericht insgesamt 32 Taten vorgeworfen. Dem Mann drohen demnach bis zu zehn Jahre Haft.

Für das Verfahren sind lediglich drei Verhandlungstermine angesetzt, ein Zeuge ist laut Gericht geladen. Das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg gehört zur Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe.

 

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