News
Tarifverhandlungen: 5,8 Prozent mehr Geld für Beschäftigte der Länder

News Tarifverhandlungen: 5,8 Prozent mehr Geld für Beschäftigte der Länder

Quelle: Soeren Stache/dpa
dpa

Der neue Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder bringt mindestens 100 Euro mehr pro Monat. Was das für Beschäftigte in Baden-Württemberg bedeutet.

Nach der Einigung im Tarifstreit der Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund dbb mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hat der Verdi-Landesverband in Baden-Württemberg das Ergebnis begrüßt. «Gut, dass wir trotz massivem Gegenwind Reallohnsteigerungen und einen Mindestbetrag erreichen konnten und vor allem mit der Einkommensentwicklung bei den Kommunen Schritt halten können», sagte Landesbezirksleiterin Maike Schollenberger.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg äußerte sich zurückhaltender. Die Lohnerhöhung sei ein akzeptabler Kompromiss, sagte die GEW-Landesvorsitzende Monika Stein. Leider sei es aber nicht möglich gewesen, die Entgeltordnung für angestellte Lehrkräfte zu verbessern.

Laut dem neuen Tarifvertrag, auf den sich die Beteiligten zuvor in Potsdam verständigt hatten, sollen die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder in drei Schritten insgesamt 5,8 Prozent mehr Geld bekommen. Nach Angaben von Verdi soll der Vertrag 27 Monate laufen, bis zum 31. Januar 2028. Weitere Warnstreiks oder gar ein unbefristeter Streik sind damit vom Tisch. Die Erhöhung soll nach Angaben der Gewerkschaft mindestens 100 Euro im Monat ausmachen. Nachwuchskräfte sollen 150 Euro mehr bekommen.

In Baden-Württemberg gibt es insgesamt gut 110.000 direkt von den Tarifverhandlungen betroffene Angestellte und 194.000 indirekt betroffene Beamte und Beamtinnen, so der Verdi-Landesverband unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Landesamtes. Demzufolge arbeiten allein bei den sieben Zentren für Psychiatrie an neun Standorten rund 10.000 Beschäftigte. Für die Beschäftigten der vier Uniklinika gilt ein eigenständiger Tarifvertrag.

Die Gespräche hatten Anfang Dezember begonnen. In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Warnstreiks gegeben.

 

Weitere Nachrichten

Löhne und Gehälter: Beschäftigte in Baden-Württemberg verdienen mehr Geld

Gute Nachrichten für Arbeitnehmer im Südwesten: Die durchschnittlichen Bruttolöhne sind 2025 spürbar gestiegen. Welche Branche hat besonders profitiert?

Nur ein Land ist schlechter: So stark schwächelt die Wirtschaft in Baden-Württemberg

Das dritte Jahr in Folge rutscht Baden-Württemberg in die Rezession – und landet im Bundesländervergleich fast ganz hinten. Besonders die Industrie schwächelt. Die Zahlen im Überblick.

Wohnungsbau: Mehr Sozialwohnungen in Baden-Württemberg gefördert

Der Bau von mehr als 3.300 neuen Sozialwohnungen wurde 2025 bewilligt. Auch unter dem Strich nimmt die Zahl der Sozialwohnungen seit ein paar Jahren wieder zu. Wie viele gibt es nun im Südwesten?

Rund 1.600 Liter Diesel fehlen: Dieseldiebe zapfen Lastwagen rund um Walldorf an

Mehrere Lastwagenfahrer rund um das Kreuz Walldorf ärgern sich am Wochenende. Nach ihrer Nachtruhe ist der Tank alles andere als voll.

Anmeldestart zur Steuererklärung mit einem Klick

Steuererklärung so einfach wie Online-Shopping? Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Der Turbo-Service per Elster-App steht kurz bevor. Doch es gibt auch Vorbehalte.

Mann will auf Güterwagen in Karlsruhe klettern und stirbt

Mit seinem Leben bezahlt hat ein Mann offenbar einen Kletterversuch in Karlsruhe. Auf dem Rangierbahnhof wollte er einen Güterwagen besteigen.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.