News
TransnetBW: Die Menschen in Baden-Württemberg sollen heute Abend Stromsparen

News TransnetBW: Die Menschen in Baden-Württemberg sollen heute Abend Stromsparen

Quelle: Bernd Weißbrod/dpa
dpa

Es ist wieder so weit: Wer die «StromGedacht»-App von TransnetBW auf seinem Smartphone installiert hat, wird zum Stromsparen aufgerufen. Der Grund liegt Hunderte Kilometer weit weg.

Wegen eines erwarteten Netzengpasses sollen die Menschen in Baden-Württemberg nach Möglichkeit heute Abend Strom sparen. Für die Zeit von 21.00 bis 23.00 Uhr empfiehlt der Netzbetreiber TransnetBW, stromintensive Geräte wie Waschmaschinen, Wäschetrockner, Geschirrspüler auszuschalten oder aufs Laden eines Elektroautos zu verzichten.

«Wenn dadurch der Stromverbrauch während des Engpasses ausreichend sinkt, muss perspektivisch weniger teurer und CO2-intensiver Strom aus dem Ausland bezogen werden», hieß es. Die Stromversorgung an sich ist nicht in Gefahr.

Viel Windenergie aus dem Norden

Anlass des Aufrufs ist den Angaben nach eine am Abend erwartete Front mit viel Wind. Diese werde dazu führen, dass in Norddeutschland mehr Windenergie ins Netz gespeist wird, erläuterte der Energiekonzern in Stuttgart.

Weil die Stromnetze noch nicht ausreichend ausgebaut sind, muss im Süden aus technischen Gründen gegengesteuert werden, indem zum Beispiel Reservekraftwerke in Betrieb gehen oder Strom aus dem Ausland zugekauft wird. Solche Ausgleichsmaßnahmen (Redispatch) verursachen Kosten, die über die Endverbraucher über Netzentgelte mitbezahlen.

Verzicht auf 75.000 Waschmaschinen-Gänge?

Nach früheren Angaben machen Privathaushalte rund ein Viertel des Stromverbrauchs aus. Privatpersonen könnten daher einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Stromnetzes leisten, indem sie Strom sparen oder den Verbrauch verschieben.

Der Erfolg der Stromspar-Aufrufe über die App ist bisher aber kaum messbar. Einen spürbaren Effekt gäbe es laut TransnetBW, wenn in einer zweistündigen Phase etwa 75.000 Waschmaschinen-Gängen ausbleiben.

Stromspar-Aufruf via App selten

Für den Abend ist eine Warnung mit dem Status «Orange» angekündigt, die auf den prognostizierten Netzengpass hinweise. Nutzerinnen und Nutzer würden per Push-Benachrichtigung informiert und mit Stromspar-Tipps versorgt.

«Nicht jeder Netzengpass führt zu einer Orange-Auslösung», erklärte TransnetBW. Voraussetzung sei die Verfügbarkeit von Kraftwerken: «StromGedacht» schalte dann auf Orange, wenn die Stromerzeugungskapazitäten aus Kraftwerken in Baden-Württemberg und Bayern, die ohnehin am Markt sind, voraussichtlich nicht ausreichen. Dies sei dann der Fall, wenn sie weniger als 500 Megawatt (MW) elektrische Leistung zur Behebung des Netzengpasses zur Verfügung stellen können.

 

Weitere Nachrichten

Hier öffnen wieder die Berghütten zur Sommersaison

Im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb öffnen beliebte Berghütten wieder für die Sommersaison. Wo Wanderer jetzt einkehren und die Aussicht genießen können.

Warum Müllkippen tödliche Fallen für Störche sein können

Störche picken auf Müllkippen nach Nahrung – doch Plastik und Gummiringe können zum tödlichen Fast Food werden. Was Tierschützer in Nestern finden, schockiert selbst Experten.

Waldbrandgefahr – wo es am Wochenende brenzlig werden kann

Sonne und Trockenheit erhöhen am langen Wochenende die Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg. Warum Vorsicht beim Ausflug und Grillen jetzt besonders wichtig ist.

Neues Bündnis: Grüne und CDU setzen auf Reformen und Respekt

Der Weg dorthin war mühsam, doch nun steht die Neuauflage der grün-schwarzen Koalition in Baden-Württemberg – nur einen Tag nach der feierlichen Verabschiedung von Winfried Kretschmann.

Carsharing-Auto landet im Karlsruher Kanal – Fahrer verletzt

In der Nacht zum 1. Mai ist ein Auto in Karlsruhe in einen Kanal gerutscht. Die Polizei meldet Totalschaden – aber für die Insassen ging die Sache dennoch glimpflich aus.

Starkregen, Hagel und Co.: Wetterextreme kosten Versicherer 288 Millionen Euro

94 Prozent der Häuser im Südwesten haben Extraschutz – doch wie teuer wird es wirklich nach Starkregen, Hagel und Co.? Die Zahlen überraschen.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.