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Überschwemmungen: Viel Hilfe nach Hochwasser im Landkreis Karlsruhe

News Überschwemmungen: Viel Hilfe nach Hochwasser im Landkreis Karlsruhe

Quelle: Rene Priebe/pr-video/dpa
dpa

Eine Gewitterzelle hängt über dem Landkreis Karlsruhe. Es regnet in Massen, ein Fluss tritt über die Ufer. Auch Tag drei danach ist von den Folgen geprägt.

Die Polizei reinigt mit Wasserwerfern die Straßen nach den Überschwemmungen. Ein Hausmeister kocht für alle jene, die sich zu Hause gerade kein warmes Essen machen können. Eine Gruppe des KSC packt mit an. In den vom Hochwasser betroffenen Gebieten im Landkreis Karlsruhe wird auch drei Tage danach aufgeräumt und an den Folgen gearbeitet. Die Stadt Bruchsal vermeldete, dass fast alle Straßen wieder an das Stromnetz angeschlossen seien. In der Gemeinde Gondelsheim soll die Entsorgung des Mülls und Unrats beschleunigt werden. «Dabei wird keine Straße und niemand vergessen.»

«Fürchterliche Gemengelage»

Gondelheims Bürgermeister Markus Rupp berichtete auf der Internetseite der Gemeinde von einem «Unwetter mit beinahe biblischem Ausmaß». Der Fluss Saalbach sei am Dienstagabend in kürzester Zeit massiv angestiegen, es seien 130 Liter Regen pro Quadratmeter aus einer nicht weichen wollenden Gewitterzelle gefallen. «Das war eine fürchterliche Gemengelage, für die es aus meiner Sicht nur schwerlich einen Schutz gibt», schrieb der SPD-Politiker. Hochwasserschutz sei kein statisches Gebilde.

Der Karlsruher Landrat Christoph Schnaudigel (CDU) sei bei einer Tour durch Gondelsheim entsetzt über das Ausmaß der Verwüstungen gewesen, schilderte Rupp.

Für einen möglichst unbürokratischen und schnellen Abtransport der Müllberge hätten beide entschieden, mehr Container aufzustellen, in denen neben Sperrmüll nun auch Hausmüll etwa aus defekten Gefriertruhen entsorgt werden kann. Sobald ein Container voll ist, solle er durch einen neuen ersetzt werden, hieß es. «Der Ersatz soll dabei vor den bereits vorhanden Container erfolgen, sodass sich die Entsorgungskolonne durch Gondelsheim bewegt.»

Noch viel zu tun

Der Bürgermeister bedankte sich bei den zahlreichen, teils ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Die vielen Angebote müssten koordiniert werden. Er habe allein 250 Anrufe, WhatsApp-Nachrichten oder Mails auf seinem Handy gehabt.

In der Saalbachhalle etwa werde auch über das Wochenende Essen angeboten. Rund 100 Bautrockner würden an Betroffene verteilt. Rupp machte aber auch deutlich, dass noch viel Arbeit zu erledigen sei. «Dafür brauchen wir alle auch Geduld.»

Die Verbraucherzentrale kündigte kostenlose Beratungen vor Ort an, um das Ausmaß der Schäden an Heizung und Fassade einzuschätzen. Muss die Heizung ausgetauscht werden, geben die Energieberaterinnen und -berater laut Mitteilung einen Überblick über technisch sinnvolle Lösungen und Fördermöglichkeiten. «Ist die Fassade beschädigt, beraten die Fachleute dazu, wie das Gebäude getrocknet und energiesparend saniert werden kann.»

 

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