News aus Baden-Württemberg
Wegen der Folgen des Kriegs: Verband stellt freiwillige Leistungen zur Disposition

News aus Baden-Württemberg Wegen der Folgen des Kriegs: Verband stellt freiwillige Leistungen zur Disposition

Quelle: Uwe Anspach
dpa

Kultur und Sport, Bäder und Parks: Wegen der Folgen des Kriegs in der Ukraine wollen einige Kommunen freiwillige und Sozialleistungen auf den Prüfstand stellen. Die Kritik daran lässt nicht auf sich warten.

Der Landkreistag stellt wegen der ökonomischen Folgen des Ukraine-Kriegs freiwillige Leistungen der Kommunen in Frage. Pflichtaufgaben wie Abwasserbeseitigung, Feuerschutz, Schulhausbau und Schülerbeförderung müssen weiterhin erfüllt werden, wie Hauptgeschäftsführer Alexis von Komorowski der Deutschen Presse-Agentur sagte. Kultur und Sport, Bäder und Parks fielen dagegen nicht darunter. «Sobald der Fall eintritt, dass Kommunen aufgrund gestiegener Kosten Einsparungen vornehmen müssen, müssen freiwillige Aufgaben gegebenenfalls zur Disposition gestellt werden.»

Kritik kommt von der Liga der Freien Wohlfahrtspflege. Vize-Chef Marc Groß betonte die Bedeutung dieser Aufgaben: «Die Kommunen ermöglichen ganz vielfältige soziale Dienstleistungen, beispielsweise in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Sozialberatung oder durch Unterstützung für Migranten, die wir als Wohlfahrtsverbände erbringen.» Es handele sich um Hilfen, die die Bürger in schwierigen Lebenslagen unterstützten – insbesondere in einer Krise, wie sie aktuell aufgrund des Ukraine-Kriegs bestehe.

Hingegen betonte der Kommunalvertreter von Komorowski: «Nicht alles, was wünschenswert ist, kann derzeit auch geleistet werden.» Das gelte erst recht nicht in Zeiten des russischen Krieges gegen die Ukraine. Die baden-württembergischen Kommunen forderten schon seit langem eine ehrliche Debatte darüber, was wirklich wichtig sei. Es müsse dringend zu einem Abbau von Standards, zur Verschlankung von Verfahren und zu einer spürbaren Entbürokratisierung kommen.

Groß sagte, Vorrang habe die Sicherung der Daseinsvorsorge mit sozialen Leistungen für weite Teile der Bevölkerung. «Einsparungen sind daher genau in diesen Bereichen nicht hinnehmbar.»

 

Weitere Nachrichten

Bahnausflüge mit Nostalgie: Das kostet’s, dahin geht’s

Ob Dampflok-Feeling, Viaduktüberquerung oder 37 Tunnel am Stück – spezielle Bahnen bringen im Südwesten Nostalgie und Ausflugslaune auf die Schiene. Wohin man damit fahren kann und was das kostet.

Brand in Gefängniszelle gelegt – Häftling schwer verletzt

Ein Häftling wird mit schweren Verbrennungen aus einem Gefängnis in eine Klinik gebracht. Feuerwehrleute und Justizbeamte müssen die Flammen zusammen löschen.

Unfall in Karlsruhe: Mann zwischen Bahn und Gleisen eingeklemmt

Ein Mann wollte in Karlsruhe in der Nacht noch seine Bahn erreichen – kurz darauf wird er zwischen Straßenbahn und Gleisbett eingeklemmt. Die Verletzungen sind lebensgefährlich.

Justizministerkonferenz: Paragraf zur Politikerbeleidigung soll eingeschränkt werden

Hass im Netz, Attacken vor Ort: Das Strafgesetzbuch schützt Politiker vor Beleidigungen und übler Nachrede. Geht es nach der Justizministerkonferenz, aber bald nicht mehr alle.

Bis zu 100 Kilogramm: Das ist die neue Lastendrohne der Bergwacht Schwarzwald

Schwere Ausrüstung durch unwegsames Gelände zu transportieren gehört zum Alltag der Bergwacht. Eine neue Anschaffung erleichtert in dieser Hinsicht nun einiges.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.