News
Wegen Trockenheit: Kaulquappen und Jungfrösche kämpfen ums Überleben

News Wegen Trockenheit: Kaulquappen und Jungfrösche kämpfen ums Überleben

Quelle: Peter Steffen/dpa
dpa

Schon kleine Sommergewitter retten Leben: Wie Regen und selbst Pfützen in Reifenspuren zur letzten Hoffnung für Amphibien werden.

Die Trockenheit in diesem Jahr belastet Amphibien nach Einschätzung eines Experten sehr. «Jeder Regen ist gut und jeder Regen entspannt die Lage», sagte Hans-Joachim Bek, Fachbeauftragter für Amphibien beim Naturschutzbund (Nabu) Baden-Württemberg. Schon einzelne Sommergewitter oder wenige Tage Regen seien eine Hilfe.

Das gelte sowohl für ausgewachsene Tiere, die dann wieder mobil sein könnten, als auch und insbesondere für Jungtiere etwa von Erdkröte und Grasfrosch, die jetzt massenweise ihre Laichgewässer verließen, um in ihre Sommerlebensräume im Wald zu kommen. Dies falle dieses Jahr wohl vielerorts aus, sagte Bek der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

 

Tiere fehlen als nächste Generation und in der Nahrungskette

Die Bestände aller Amphibienarten seien hierzulande rückläufig, sagte er. «Wenn jetzt ein ganzes Reproduktionsjahr ausfällt, wird es schwierig.» Folgen habe das auch für andere Tiere, deren Beute damit ausbleibe.

Wiederum mache die Trockenheit den Amphibien auch deshalb zu schaffen, weil diese Regenwürmer und Nacktschnecken fressen. Die seien bei Bedingungen wie in der vergangenen Woche auch weniger unterwegs, so Bek.

Die kleinen Erdkröten und Grasfrösche seien fingernagelgroß und fielen kaum auf. Rettungsaktionen wie bei der Krötenwanderung im Frühjahr, bei der die Tiere eingesammelt und in die Zielgebiete gesetzt würden, gebe es nicht. Wer Amphibien schützen wolle, sollte zum Beispiel keine Fische in seinen Gartenteich setzen, sagte der Fachmann. Diese seien die größten Feinde.

 

Pfützen in Reifenspuren schonen

Die Larven der Feuersalamander brauchen laut Bek rund vier Monate zur vollständigen Entwicklung. Vorzugweise nutzten die Tiere dafür Waldbäche. «Die sind oft schnell ausgetrocknet.» Da die Larven ausschließlich über Kiemen atmen, könnten sie nicht ausweichen. «Sie ersticken dann.»

Kaulquappen der Gelbbauchunken, die auf der Roten Liste stehen, brauchen den Angaben nach zwar nur etwa acht Wochen. Aber sie wachsen in Pfützen auf, wie sie etwa in Fahrspuren schwerer Geräte im Wald entstehen. Um die verbliebenen Wasserlachen zu schonen, sei beispielsweise schon der Abtransport von Holz umgeplant worden, berichtete Bek.

Andere Arten hätten es leichter: Molche könnten länger in Gewässern bleiben, sagte der Fachmann. Sie müssten aber öfter zum Atmen auftauchen. Denn wenn die Temperatur steige, sinke der Sauerstoffgehalt im Wasser. Grünfrösche wiederum lebten auch im Sommer in Gewässern. Diese blieben einfach dort.

 

Weitere Nachrichten

Vorfall in Tiefgarage: Frau mit Stichverletzung in Klinik – Unbekannter gesucht

Eine 55-Jährige ist in Karlsruhe in einer Hotel-Tiefgarage durch einen Stich schwer verletzt worden. Die Frau betrat nach derzeitigem Kenntnisstand die Tiefgarage in der Fautenbruchstraße, über ein Treppenhaus, teilte die Polizei mit.

Spatenstich für die neue Turmbergbahn in Durlach: Wie es jetzt weitergeht

Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) am 28. Oktober 2026, die nächste Projektphase zum Neubau der Turmbergbahn in Durlach eingeläutet. Nachdem der Rückbau abgeschlossen ist, beginnen die Arbeiten für die neue Bahn.

DRK ruft zum Blutspenden auf: Darum sind Blutreserven im Südwesten knapp

Beim Blutspenden zählt derzeit jeder Tropfen: In Baden-Württemberg sind die Vorräte knapp. Erkältungen und Herbstferien verschärfen den Engpass - und die nächste Belastungsprobe steht schon bevor.

Queerfeindliche Straftaten in Baden-Württemberg nehmen zu

Die registrierten Straftaten gegen queere Menschen steigen im Südwesten deutlich an. Die Polizei warnt vor Übergriffen bei Dating-App-Treffen.

Landkreis Karlsruhe: 61-Jähriger nach Sturz mit E-Scooter in Krankenhaus gestorben

Ein 61-jähriger Mann ist zehn Tage nach einem Unfall mit seinem E-Scooter in Flehingen bei Karlsruhe im Krankenhaus gestorben. Er hatte am 19. Oktober wohl eine Bordsteinkante überfahren und war gestürzt, wie die Polizei am selben Tag mitteilte.

Vogel verstopft Abgasleitung in Stutensee: Frau an Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung gestorben

Eine 81-jährige Frau ist in Stutensee (Kreis Karlsruhe) an den Folgen einer Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung gestorben. Ein Vogel hatte zuvor die Abgasleitung einer Heizungsanlage ihres Wohnhauses verstopft.



















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.