Nachrichten
Statistiker melden leichten Rückgang der CO2-Emissionen

Nachrichten Statistiker melden leichten Rückgang der CO2-Emissionen

Quelle: Patrick Pleul
dpa

Der CO2-Ausstoß geht im Südwesten nach Schätzungen erneut zurück. Vor allem im Bereich der Industrie ist das aber nicht nur eine gute Nachricht.

Der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen ist in Baden-Württemberg nach Angaben des Statistischen Landesamts leicht zurückgegangen. Schätzungen der Statistiker zufolge wurden im vergangenen Jahr rund 61,1 Millionen Tonnen in die Luft gepustet, das sind rund 2,3 Millionen Tonnen weniger als 2023 und ein Rückgang von 3,6 Prozent, teilte das Landesamt in Fellbach mit. Um die Klimaziele des Landes erreichen zu können, dürfe das Land bis 2030 aber nur noch knapp die Hälfte der Emissionen des vergangenen Jahres ausstoßen, so die Statistiker.

Im Vorjahr war der Ausstoß mit 12,3 Prozent deutlich stärker zurückgegangen. Als Grund für die Senkung des CO2-Ausstoßes führen die Statistiker vor allem die wirtschaftliche Lage an. So sanken die Emissionen der Industrie im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 Prozent. Das hänge im Wesentlichen mit der schwachen Konjunktur und der damit verbundenen gesunkenen Produktion zusammen, teilten die Statistiker mit.

Im Energiesektor sank der CO2-Ausstoß um rund 10 Prozent – vor allem, weil weniger Steinkohle zur Stromproduktion verbrannt wurde und zugleich mehr Strom aus erneuerbaren Energien kam, so die Statistiker.

Umwelt- und Energieministerin Thekla Walker (Grüne) forderte die Bundesregierung auf, diese Entwicklung nicht wieder abzuwürgen. «Dass Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche die Abhängigkeit von Gas verlängern will, setzt ein fatales Signal gegen den Markt», sagte Walker. In Baden-Württemberg baue die Industrie inzwischen eigene Wind- und Solarparks, um ihre Standorte unabhängig mit bezahlbarer Energie versorgen zu können.

 

Weitere Nachrichten

Krisendestillation: Zu wenig Konsum - Wird Württemberger Wein zu Putzmittel?

Die Menschen trinken immer weniger Wein. Was passiert mit den vielen Flaschen, die übrig bleiben? Die EU hat nun den Weg für eine Lösung frei gemacht.

Darum sind Fälschungen bei Fischereischeinen ein Problem

Interessenten zahlen teils Hunderte Euro für einen gefälschten Fischereischein. Was der Betrug für die Natur bedeuten kann - und wie die Behörden diesen Trend stoppen wollen.

Schwarz-rote Reformpläne: So viele Menschen im Land wären vom Minijob-Aus betroffen

Ginge es nach der Rentenkommission, wären Minijobs bald Geschichte. Doch wie viele Menschen im Südwesten wären von solch einem Schritt betroffen? Und wo arbeiten besonders viele Minijobber?

Online 21 Mädchen sexuell missbraucht - Mann verurteilt

Er spielte ihnen vor, er sei Jugendlicher, und brachte sie dazu, ihm pornografische Inhalte von sich selbst zu schicken. Nun muss ein 33-Jähriger für seine Missbrauchstaten hinter Gitter.

Verdächtige fliehen zu Fuß: Maskierte schießen vor Karlsruher Bar mit Schreckschusswaffe

Unbekannte Täter sollen in der Nacht vor einer Bar Schüsse abgegeben haben. Die Polizei findet Patronenhülsen und eine beschädigte Scheibe.

Hitze und Starkregen: So groß wird die Erdbeerernte 2026

Wegen der Hitzewelle im Juni endete die Erdbeersaison früher als erwartet. Und trotzdem haben die Anbauer in diesem Jahr einen Grund, zufrieden zu sein.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.