News
Weniger Fahrräder geklaut – Fahrer nutzen bessere Schlösser

News Weniger Fahrräder geklaut – Fahrer nutzen bessere Schlösser

Quelle: Silas Stein/dpa
dpa

Gerade in Großstädten sind oft professionelle Banden unterwegs, um hochwertige Fahrräder und E-Bikes zu stehlen. Trotzdem sind die Zahlen rückläufig. Das liegt laut Polizei vor allem an den Besitzern.

Weniger Fahrräder sind seit Anfang des Jahres in Baden-Württemberg gestohlen worden – weil Besitzer ihre Räder besser sichern. Genaue Zahlen lägen bisher nicht vor, aber die Tendenz sei rückläufig, teilte das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg mit.

Gründe seien unter anderem, dass Fahrradfahrer insbesondere ihre E-Bikes häufiger am Vorder- und Hinterrad sowie dem Rahmen anschließen würden sowie stabilere Schlösser verwenden. Diese schreckten Gelegenheitstäter ab.

Bereits im vergangenen Jahr ging die Zahl der Fahrraddiebstähle in Baden-Württemberg um rund 8,6 Prozent zurück – auf 20.390 gemeldete Straftaten. Der Höchststand in den vergangenen fünf Jahren wurde 2022 mit 22.350 Diebstählen erfasst. Am stärksten betroffen waren im vergangenen Jahr demnach die Städte Freiburg und Mannheim.

Wert der gestohlenen Räder steigt

In Bezug auf die Frage, ob möglicherweise schlicht weniger Diebstähle angezeigt werden, verweist die Polizei auf Versicherungsbedingungen. Es sei davon auszugehen, dass viele Versicherungen einen Schaden nur ersetzten, wenn der Diebstahl auch bei der Polizei angezeigt werde.

Der Gesamtschaden im vergangenen Jahr durch Fahrraddiebstähle lag demnach bei rund 31,47 Millionen Euro. Dies entspricht im Schnitt 1.543 Euro pro gestohlenem Rad – rund 16 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Profis sind in Unistädten unterwegs

Geklaut werden Fahrräder laut LKA besonders in Groß- und Universitätsstädten durch professionelle Banden. Diese stammten zum Teil aus Osteuropa, wie Litauen und Polen. Sie würden gezielt hochwertige Fahrräder oder E-Bikes stehlen und oft in Kleintransportern wegbringen. Verkauft würden die Fahrräder dann oft in den Niederlanden, wo eine große Nachfrage herrsche, aber auch in Belgien oder Polen.

Die Aufklärungsquote bei Fahrraddiebstählen ist demnach seit Jahren relativ niedrig. Zuletzt wurde nicht mal jedes zehnte gestohlene Rad wiedergefunden.

 

Weitere Bachrichten

Freundin getötet? Mann aus Raum Karlsruhe bleibt in Schweden in Haft

Ein 33-jähriger Deutscher soll im Schweden-Urlaub seine Freundin getötet haben. Nach der Auslieferung kommt es zur Haftverhandlung - und das Gericht trifft eine Entscheidung.

Fahrplanwechsel ab Mitte Dezember: Das ändert sich bei der Bahn im Land

Berlin, Paris, Wien oder die Ostseeküste: Mit dem Fahrplanwechsel bekommen die Menschen in Baden-Württemberg auf manchen Strecken mehr oder ganz neue Verbindungen. Es gibt aber auch Einschränkungen.

Grenzkontrollen: Immer weniger illegale Einreisen nach Baden-Württemberg

Seit rund zwei Jahren finden an den deutschen Außengrenzen wieder Kontrollen statt – auch an den Landesgrenzen von Baden-Württemberg zu der Schweiz und Frankreich. Wie entwickeln sich die Zahlen?

Gewalt gegen Frauen: Kaum freie Plätze in Frauenhäusern in Baden-Württemberg

Die Gewalt gegen Frauen nimmt bundesweit zu – auch im Südwesten. In Frauenhäusern sollen die Betroffenen und ihre Kinder Schutz finden. Was aber, wenn es keine freien Plätze gibt?

Prognose für 2027: Arbeitslosigkeit steigt - aber weniger stark

Die Arbeitsagentur rechnet 2027 mit mehr Arbeitslosen in Baden-Württemberg. Allerdings falle der Anstieg deutlich schwächer aus als in den Vorjahren. Vor allem eine Branche trifft den Südwesten.

Hitze, Allergien und Zukunftssorgen: Was die Klimakrise mit Kindern macht

Hitze, Allergien und Zukunftssorgen belasten Kinder schon heute. Ein Kinderarzt, eine Psychologin und ein Lehrer sprechen über Folgen – von der Medizin bis zum Schulalltag in Schwäbisch Gmünd.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.