Nachrichten
Wirbel um AfD-„Abschiebetickets“ in Karlsruhe

Nachrichten Wirbel um AfD-„Abschiebetickets“ in Karlsruhe

Quelle: Carsten Koall/dpa
dpa

Ein AfD-Wahlkampf-Flyer sorgt für Wirbel im Netz. Nun ist das in sozialen Netzwerken gepostete «Abschiebeticket» ein Fall für die Polizei. Sie ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung.

Nach einer Wahlkampfaktion der Karlsruher AfD ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Grund sei ein Hinweis gewesen, wonach in sozialen Medien ein «Abschiebeticket» gepostet wurde. Die optisch an Flugtickets angelehnten Flyer richten sich an «illegale Einwanderer». Das Abflugdatum ist auf den Tag der Bundestagswahl am 23. Februar datiert für die Reise: «Von: Deutschland – Nach: Sicheres Herkunftsland».

 

Aktion der Karlsruher AfD

Dabei handele es sich um eine Wahlkampfaktion des Kreisverbandes Karlsruhe, teilte ein Sprecher des AfD-Landesverbands auf Anfrage mit. Die Linkspartei hatte angekündigt, die AfD Karlsruhe anzuzeigen – wegen Bedrohung und Volksverhetzung. Diese Anzeige war am Morgen jedoch noch nicht eingegangen. Von den polizeilichen Ermittlungen hatten zuvor der SWR und die BNN berichtet.

 

Wo wurden «Tickets» verteilt?

Die «Abschiebetickets» wurden der Linken zufolge in Briefkästen von Menschen mit Migrationshintergrund gesteckt. Der AfD-Landesverband teilte hingegen mit, der Flyer richte sich an alle Wahlberechtigten, ein Großteil werde noch in Karlsruhe verteilt. Die Rede war von etwa 30.000 Exemplaren.

Die Druckvorlage werde auf Anfrage auch an andere Kreisverbände weitergegeben. In wie vielen Briefkästen der umstrittene Flyer tatsächlich landete, war zunächst unklar. Es gab olnine viele Reaktionen allein auf einen User, der ein Bild von dem «Ticket» veröffentlicht hatte.

 

Weitere Nachrichten

Wölfe in Baden-Württemberg: Hürden, Herdenschutz und Zahlen

Warum wurden anderen sesshaften Wölfe im Südwesten bislang nicht geschossen – und warum macht einer von ihnen ganz besonderen Ärger? Ein Überblick über Hürden, Herdenschutz und Zahlen.

Dem Gestank auf der Spur: Stinkt es in Ulm? App soll Gerüche identifizieren

Geruchsbeschwerden in Ulm häufen sich. Ein Forschungsprojekt testet nun, ob Meldungen per App helfen können, den Ursachen des Miefs auf die Spur zu kommen.

Wetterausblick für die Woche: Fällt Schnee zum Höhepunkt der Fastnacht?

Am Donnerstag beginnt in den meisten Teilen von Baden-Württemberg der Höhepunkt der fünften Jahreszeit. Narren müssen sich zum Wochenende wohl warm anziehen - auch Schnee ist verbreitet möglich.

Wird "Drug Checking" in Baden-Württemberg erlaubt?

Von Karlsruhe aus verbreitet sich eine Warnung vor der gefährlichen Designer-Droge Cychlorphin. «Drug Checking» könnte helfen, Substanzen zu bestimmen. Doch Baden-Württemberg hinkt hier hinterher.

Konjunktur-Stimmung im Handwerk: Viele warten auf bessere Zeiten

Viele Handwerksbetriebe hoffen auf ein Licht am Ende des Tunnels. Wer besonders optimistisch bleibt – und wo das Stimmungsbarometer überraschend steigt.

Kriminelle Ausländer: Migrationsstaatssekretär fordert Druck auf Heimatstaaten

Das Land will mehr Kriminelle nach Syrien abschieben - bislang ist aber nur einmal ein Straftäter ins Flugzeug gesetzt worden. Das liegt nicht zuletzt auch am Bund, meint der Migrationsstaatssekretär.






















Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.