News aus Baden-Württemberg
Wohnen im Kulturdenkmal wird künftig besonders unterstützt

News aus Baden-Württemberg Wohnen im Kulturdenkmal wird künftig besonders unterstützt

Quelle: Marijan Murat
dpa

Das Wohnen in einem geschützten Denkmal, hinter historischen Mauern oder stilvollen Stuckfassaden ist etwas Besonderes. Es ist aber gar nicht so leicht, ein leer stehendes Gebäude zum Eigenheim umzubauen. Das Land will dabei unterstützen. Das ist auch dringend nötig.

Mit einem millionenschweren Sonderprogramm will das Land dringend nötigen Wohnraum in früheren Gasthöfen, leerstehenden Schulen, alten Bahnhöfen oder ehemaligen Fabriken erhalten und zeitgleich das Wohnen in Denkmalen unterstützen. Unter dem Titel «Wohnen im Kulturdenkmal» sollen Konzepte mit rund zwei Millionen Euro gefördert werden. «Jede Wohnung zählt. Und möglichst viele Potenziale sollen mit dem Programm gehoben werden», sagte Bauministerin Nicole Razavi, die am Donnerstag (15.00 Uhr) in Beuren (Kreis Esslingen) Einzelheiten vorstellen möchte. Es sei zudem geplant, sogenannte Leuchtturmprojekte stärker zu unterstützen.

Razavi zufolge schlummern im Gebäudebestand noch Reserven für den in Baden-Württemberg dringend nötigen Wohnraum. «Wir wollen auch die Potenziale in Kulturdenkmalen stärker heben», kündigte die CDU-Politikerin an. Neben leer stehenden Bauernhöfen mit dazugehörigen Scheunen, ehemaligen Rathäusern oder Schulgebäuden gehörten auch Häuser dazu, die früher gewerblich genutzt wurden wie alte Lagerhäuser oder denkmalgeschützte Werkstätten.

Das von der Landesdenkmalpflege konzipierte Sonderprogramm solle ein Zeichen setzen, sagte Razavi. «Wohnen in Kulturdenkmalen ist möglich und hat einen einzigartigen Charme. Einem historischen Gebäude wieder Leben einzuhauchen ist dazu nachhaltig im besten Sinne.» Mit dem Geld sollten Eigentümer von Denkmalen zu solchen beispielhaften Projekten ermuntert werden. Insgesamt gibt es laut Bauministerium 90.000 Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, nicht alle sind aber zum Wohnen geeignet.

Die Zeit drängt, denn der Druck auf den baden-württembergischen Wohnungsmarkt steigt stetig. Im Jahr 2020 sind im Land zwar mit 43 990 neuen Wohnungen fünf Prozent mehr bebaut worden als 2019. Aber der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum ist höher. Nach Angaben der L-Bank wurden im Südwesten im Jahr 2021 rund 47.400 Wohneinheiten genehmigt, das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr und so viele neue Wohnungen wie seit dem Ende der 90er Jahre nicht mehr. Offizielle Zahlen für das vergangene Jahr liegen noch nicht vor.

 

Weitere Nachrichten

Was Autofahrer zum Blitzer-Marathon in Baden-Württemberg wissen müssen

Es ist wieder Blitzer-Marathon im Südwesten: Wer nächste Woche zu schnell fährt, riskiert Bußgelder und sogar Fahrverbot. Wo es besonders teuer wird und was das alles bringen soll.

Unbekannte Flüssigkeit auf Passanten in Karlsruhe gekippt – Zeugen gesucht

Was steckt hinter dem Vorfall in der Nacht auf Donnerstag? Nach dem Angriff mit einer unbekannten Flüssigkeit auf Passanten sucht die Polizei Zeugen.

Rauschgiftbilanz: Tödliche Mischung - mehr junge Tote durch Drogencocktails

Kokain, Benzodiazepine und andere Substanzen: Der Mischkonsum sorgt für ein hohes Risiko. Wen es vor allem trifft und was besonders tödlich wirken kann.

Kein Aufschlag auf dem Wasen: Bierpreis soll dieses Jahr stabil bleiben

Das Stuttgarter Frühlingsfest naht – und wer aufs Geld achten muss, kann zumindest beim Bierpreis etwas durchatmen. Es soll keine Überraschungen geben, sagen die Wirte.

Leiche nahe dem Hauptbahnhof in Karlsruhe entdeckt

Unweit des Karlsruher Hauptbahnhofes wird ein toter Mann gefunden. Wer er ist und was zu seinem Tod führte, bleibt zunächst ein Rätsel. Die Polizei steht vor vielen offenen Fragen.




 

Logo meinKA

 

Anzeige

Jetzt meinKA als Werbe-Plattform nutzen!

Informieren Sie sich über Daten, Zahlen und Fakten rund um meinKA und die entsprechenden Werbeformen in unseren Mediadaten: jetzt Mediadaten anfordern.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und beraten Sie gerne!

 


 













Auch interessant


Falls Ihnen inhaltliche Fehler oder Fehlfunktionen auffallen, einfach bei redaktion@meinka.de melden.