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Zugunglück in Baden-Württemberg: Tote und zahlreiche Verletzte

Nachrichten Zugunglück in Baden-Württemberg: Tote und zahlreiche Verletzte

Quelle: Thomas Warnack/dpa
dpa

Im Kreis Biberach entgleist ein Regionalexpress. Drei Menschen sterben, mehr als 40 werden verletzt. Ein Erdrutsch nach Starkregen soll das Unglück ausgelöst haben. Was bisher bekannt ist.

Im Südosten Baden-Württembergs ist ein Regionalexpress entgleist. Was bisher bekannt ist – und was nicht.

Was wir wissen:

  • Unfallursache: Die Polizei nimmt an, dass das Unglück im Zusammenhang mit einem Unwetter in der Region steht. Mutmaßlich sei bei Starkregen ein Abwasserschacht übergelaufen. Das Wasser habe wohl einen Erdrutsch an einer Böschung ausgelöst, über den der Zug gefahren sei. Der Zug sei dann einige Meter später entgleist. Es gibt den Ermittlern zufolge derzeit keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung.
  • Ort und Zeit: Der Regionalexpress RE55 ist am Sonntag gegen 18.10 Uhr bei Riedlingen im Kreis Biberach in Baden-Württemberg entgleist. Der Zug war auf der Strecke von Sigmaringen nach Ulm unterwegs. Der Unfallort liegt rund 45 Kilometer südwestlich von Ulm.
  • Tote: Nach Angaben der Polizei sind drei Menschen ums Leben gekommen: eine 70-jährige Mitreisende, ein 32 Jahre alter Lokführer und ein 36 Jahre alter Auszubildender.
  • Verletzte: Insgesamt wurden laut Polizei mindestens 41 Personen verletzt. Wie viele davon schwer verletzt oder in kritischem Zustand sind, war zunächst unklar.
  • Passagiere: Nach ersten Angaben der Bundespolizei befanden sich rund 100 Menschen in dem Regionalexpress.
  • Lage vor Ort: Mindestens zwei Waggons sind entgleist, mindestens einer davon ist umgestürzt. Auch eine Achse des Zuges liegt einige Meter entfernt am Rande des Gleisbetts. Bäume sind umgestürzt. Die Bahnstrecke ist gesperrt.
  • Beteiligte Stellen: Die Bundespolizei Stuttgart ist im Einsatz. Rettungsdienste und Feuerwehr sind vor Ort.
  • Folgen für den Bahnverkehr: Die Strecke wurde gesperrt und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Was wir nicht wissen:

  • Der genaue Hergang: Wie genau das Unglück geschah, muss jetzt ermittelt werden. Die Spurensicherung ist vor Ort. Zudem soll der Fahrtenschreiber ausgewertet werden. Ob der Fahrtenschreiber schon aus dem Regionalexpress geborgen wurde, ist unklar.
  • Sperrung: Wann wieder Züge auf dem betroffenen Abschnitt fahren, ist noch unklar.

 

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